Medienschau: FAZ – Über einen möglichen Leitungswechsel bei den Passionsspielen Oberammergau

5. Juli 2024. In der FAZ beleuchtet Hannes Hintermeier die Situation der Passionsspiele Oberammergau. Die Gemeinde Oberammergau hatte vor kurzem überraschend die Leitung der weltberühmten Passionsspiele neu ausgeschrieben, obwohl der bisherige Leiter Christian Stückl bereits im April 2023 eine Bewerbung um eine weitere Verlängerung beim Oberammergauer Gemeinderat hinterlegt hatte. 

Bis 31. Dezember dieses Jahres können sich nun "Mitwirkungsberechtige" (also die meisten erwachsenene Bewohner*innen von Oberammergau) für die Spielleitung der Passionsspiele 2030 bewerben. Eine erste Bewerbung liege Bürgermeister Andreas Rödl zufolge bereits vor, berichtet die FAZ. "Von einem natürlichen Kandidaten, dem jahrelang von Stückl selbst als Nachfolger aufgebauten Regisseur Abdulla Kenan Karaca." Der in Oberammergau aufgewachsene Karaca durfte als erster Muslim in der Passion mitspielen. Er wurde dann Regisseur und machte sich unter anderem am Volkstheater München einen Namen – unter der Intendanz Christian Stückls. 

Schon länger gehen sie getrennte Wege, seine Bewerbung begründet Karaca gegenüber der FAZ nun so: Es sei jetzt einfach Zeit, dass die nächste Generation die Passion übernehme. "Es gibt viele junge Leute, die mich ermuntert haben und die mit mir aufbrechen wollen."

Stückl selbst bekundet der Zeitung gegenüber, die Passion auch unbedingt weiterführen zu wollen – dann ohne Karaca, der ihm bereits nach der letzten Passion 2022 angekündigt habe, nicht noch einmal unter ihm als zweiter Spielleiter arbeiten zu wollen.

Erwartet werde Bürgermeiter Röll zufolge noch eine dritte Bewerbung, so die FAZ, "den Namen will aber öffentlich noch niemand nennen, jedenfalls sei es keiner vom Fach."

(FAZ / sd)

Mehr zum Thema: Meldung vom 28. Juni 2024 – Passionsspielleitung Oberammergau neu ausgeschrieben

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