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BE: Leiterin der Maske nach Vorwürfen freigestellt

14. März 2025. Das Berliner Ensemble hat nach Mobbingvorwürfen die Leiterin seiner Maskenabteilung freigestellt. Das meldet der Spiegel, der zuvor auch über die Machtmissbrauchs-Vorwürfe gegenüber der Masken-Chefin berichtet hatte.

Gesprochen hatte das Magazin für den Bericht laut eigenen Angaben mit 16 ehemaligen und aktuellen Angestellten, die vor allem vom Druck ständiger Verfügbarkeit, teilweise auch von Herabwürdigungen und Schikanen berichteten.

Vergangenen Freitag hatte der Geschäftsführer und Intendant des Berliner Ensembles Oliver Reese in einem Schreiben an die BE-Mitarbeiter*innen eine interne Aufarbeitung angekündigt. Unterstützen soll das Theater die Organisation "Diversity Arts Culture", die Berliner Beratungsstelle für Kulturbetriebe zu Diversität und Antidiskriminierung. Neben der Aufarbeitung werde man auch die Organisationsstrukturen am Berliner Ensemble überprüfen, um "eventuelle Defizite" zu beheben, bezieht sich der Spiegel auf das Schreiben.

Aktuelle Mitarbeiterinnen der Maskenabteilung hatten sich zudem in einem Brief an die Leitung des Hauses gewandt. Es seien darin nicht ausschließlich vergangene, sondern offenbar auch aktuelle Fälle genannt worden, beruft sich der Spiegel auf den Intendanten Oliver Reese. 2024 habe es bereits Mediationsversuche gegeben, aber die bisherigen Maßnahmen hätten keine längerfristigen Verbesserungen gezeitigt. "Der momentan hohe Krankenstand in der Abteilung sei vor allem auf Stimmung und psychische Belastung durch aktuelle Vorkommnisse der Maskenchefin gegenüber Mitarbeiter:innen zurückzuführen", heißt es beim Spiegel.

Im Zuge der Berichterstattung hatten die Regisseurin Jorinde Dröse und die Schauspielerin Claude De Demo ihre BE-Inszenierung "#Motherfuckinghood" einstweilig vom Spielplan genommen. Vom Verhalten der Masken-Chefin seien insbesondere Mütter betroffen gewesen.

Mit der Freistellung zieht das Haus nun die Konsequenzen aus den aktuellen Vorgängen.

(Spiegel / eph)

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Kommentare  
BE-Maskenchefin: Gestern Heute Morgen
Bis gestern war das Dauerkrisenmanagement Maske aus Sicht des BE noch völlig in Ordnung. Seit SPIEGEL - Artikel und #Motherfuckinghood Absetzung - sprich durch Druck der Presse via Recherche und durch Solidarität einer Gastregisseurin mit den betroffenen Frauen - ist heute alles anders.
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Gern würde man wissen, wie sehr die Maskenchefin von der Intendanz unter Druck gesetzt wurde "alles möglich zu machen". - sie erhält ja eine explizite Vorgabe durch den Spielplan, wie die Dienste einzuteilen sind. Und der wird durch Intendanz und KBB vorgegeben. Bauernopfer also?
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Würde man gerne mal hören oder lesen, wie sich Oliver Reese da selber sieht. Ihr macht doch so gerne Interviews. Und Olver Reese auch. Sprecht doch mal miteinander.
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Wie die "Aufarbeitung" laufen wird? Vielleicht wie alle bisherigen
(Langhoff, Dörr, Spuhler et al).
1) #aufschrei
2) #Wagenburg schließen und AUFARBEITUNG ankündigen
3) #3Wochen warten
4) #beim Theatertreffen eine Runde mit den Bühnenmüttern, Claudia Roth und Oliver Reese in der Kassenhalle drehen, - "wir haben verstanden", damit Aufarbeitung für beendet erklären.
5) #Maskenchefin wieder im Dienst, neue, jüngere MaskenbildnerInnen für 1300 brutto halbe Stelle. (Zitat Spiegel), Kettenverträge alles dabei.

- 2 Spielzeiten später
1) #aufschrei -- und wieder von vorne.
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