Atropa - Antú Romero Nunes inszeniert Tom Lanoye in der Gaußstraße
Vom affigen Kriegskasper gebissen
Im Dickicht der Städte - Katharina Thalbach debütiert als Regisseurin in ihrem Mutter- und Vaterhaus
Amüsemang mit Bert
von Elena Philipp
Berlin, 30. Oktober 2010. Gerne würde man sich mit Katharina Thalbach freuen, die mädchenhaft lächelnd, etwas verlegen und hoch sympathisch die Bravi des Publikums für ihre erste Inszenierung am Berliner Ensemble entgegennimmt. An diesem Haus hat sie, von Brechts Witwe Helene Weigel entdeckt, schon als Teenager gespielt. Intendant Claus Peymann bot ihr nun die Regie für "Im Dickicht der Städte" an. Ein "harter Brocken", befand die 56-jährige in der Lokalzeitung.
Fürst Pücklers Utopia - Johann Kresnik und Christoph Klimke arrangieren eine Geburtstagsfeier für Hermann Fürst von Pückler-Muskau
Zirkus der Erinnerung
von Ute Grundmann
Cottbus, 30. Oktober 2010. Fürst Pückler stöbert in der Gruft seiner Ahnen. Aus einem Sarg fallen ihm Schuhe, aus einem anderen Bücher entgegen. Aus einem dritten poltern Stahlhelme zu Boden. Schließlich stellt der Fürst sich in einen der hochkant stehenden Särge, gewiß, dass auch er, der 30jährige, einmal hier enden wird. Auch solche makabren Szenen gehören dazu, wenn Johann Kresnik im Staatstheater Cottbus eine "Geburtstagsfeier" für Hermann Fürst von Pückler-Muskau zelebriert. Der war Weltreisender und Reiseschriftsteller, Landschaftsarchitekt und Frauenverbraucher, Demokrat und Tyrannenfreund. All das und vieles mehr kommt vor in "Fürst Pücklers Utopia".
Reckless - Robert Koalls Bühnenfassung von Cornelia Funkes neuem Jugendbestseller uraufgeführt
Die andere Welt hinter dem Spiegel
von Caren Pfeil
Dresden, 29. Oktober 2010. Man nehme das neueste Buch der gerade angesagtesten deutschen Bestsellerautorin, bringe es, noch bevor es ganz ausgelesen ist, auf die Bühne, tue dies zur besten Zeit des Jahres Ende Oktober, also eigentlich in der Vorweihnachtszeit, mische dazu die Musik einer gerade angesagten Pop-Band, bereite das ganze professionell marketingtechnisch auf, und schon hat man Zuschauerzahlen, von denen jedes Theater träumt.
Cabinet - Ein deutsch-türkischer Theaterbazar
Türken, Deutsche, Projektionen
von Jürgen Reuß
Freiburg, 29. Oktober 2010. Wie können zwei Gruppen, denen die gemeinsame Sprache fehlt wie dem Theater Freiburg und dem Istanbuler Performing Arts Center Garajistanbul, ein gemeinsames Stück inszenieren? Auf der pragmatischen Ebene, indem man über der Bühne zwei Projektionswände für Übertitelung montiert und die Inszenierung im Wesentlichen als paralleles oder nacheinander Spielen in den jeweiligen Landessprachen Deutsch und Türkisch anlegt.
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