Der nächste Preis

Wien, 7. September 2018. Der von der Theaterallianz der freien österreichischen Bühnen ausgelobte Autor*innenpreis geht an Miroslava Svolikova. Das gab die Allianz in einer Pressemitteilung bekannt.

Das Preisgeld beträgt 9.500 Euro. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Uraufführung in der Regie von Pedro Martins Beja am Theater am Lend in Graz. Nach der Premiere wird die Inszenierung auf Tournee durch alle Mitgliedstheater der Allianz gehen. Ihr gehören das Schauspielhaus Wien, das Kosmostheater Bregenz, das Schauspielhaus Salzburg, das Klagenfurter Ensemble, das Phönixtheater Linz und das Theater am Lend an.

MiroslavaSvolikova 280 MaxZerrahn uMiroslava Svolikova © Max ZerrahnMiroslava Svolikova, 1986 in Wien geboren, nahm am Drama Forum von uniT/Graz teil und absolvierte ein Studium der Bildenden Kunst in Wien. 2015 gewann sie den Retzhofer Dramapreis mit dem Stück die hockenden, das am Burgtheater uraufgeführt wurde. Für den Entwurf Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt. erhielt sie das Hans-Gratzer-Stipendium 2016 des Wiener Schauspielhauses. 2018 eröffnete europa flieht nach europa die Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin. Weiters erhielt die Autorin den Hermann-Sudermann Preis im Rahmen der Autorentheatertage Berlin (2017), den Literaturförderpreis der Stadt Graz (2017) und den Nachwuchspreis des Schiller-Gedächtnispreises (2016).

Der Wettbewerb stand unter dem Thema "Die Stunde der Diktatoren“. Von jedem Haus der Theaterallianz wurden zwei Autor*innen mit einem Exposé für ein Stück beauftragt. Die Jury entschied sich schließlich für Svolikovas Entwurf "Der Sprecher und die Souffleuse". Der Jury gehörten an: Hubert Dragaschnigg, Augustin Jagg (Theater KOSMOS Bregenz); Edith Draxl, Bettina Mitter (Theater am Lend); Harald Gebhartl, Sigrid Blauensteiner (Theater Phönix Linz); Tomas Schweigen, Tobias Schuster (Schauspielhaus Wien); Gerhard Lehner, David Guttner (Klagenfurter Ensemble); Robert Pienz, Christoph Batschneider (Schauspielhaus Salzburg). Miroslava Svolikova ist die die zweite Gewinnerin des Wettbewerbs nach Thomas Köck, der 2016 für sein Stück Kudlich – eine anachronistische Puppenschlacht ausgezeichnet wurde.

(miwo)

 
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