Der Zauberberg - Deutsches Theater Berlin
Schneesturm-Heimsuchungen
Maria Stuart - Deutsches Theater Berlin
TikTok zum Todesurteil
von Frauke Adrians
Berlin, 30. Oktober 2020. Himmel, was kann ein Trauerspiel doch Spaß machen. Und das trotz bevorstehendem Corona-Lockdown. Die Premiere der "Maria Stuart" schaffte es gerade noch auf die Bühne, bevor auch das Deutsche Theater wieder schließen muss; nur drei Aufführungen sind Maria und ihrer Gegenspielerin Elisabeth bis auf Weiteres vergönnt, und das ist sehr schade. Denn obwohl Regisseurin Anne Lenk die Tragödie weder dekonstruiert noch radikal umdeutet, gewinnt sie den beiden Königinnen und den sie umkreisenden Männerfiguren doch einige ungeahnte Schattierungen ab – und eine erstaunliche Menge Komik.
Melissa kriegt alles - Deutsches Theater Berlin
Kommunismus in Trance
von Elena Philipp
Berlin, 29. August 2020. "Ja, ich hätte auch ganz gerne mal eine Gesamtansicht von mir", ruft ein überlebensgroßer Franz Beil, der via Video hinabblickt auf die zwei Zimmer, die aus seiner Perspektive klein wie eine Puppenstube auf der Bühne des Deutschen Theaters stehen. Ein kuschelig-klaustrophobisches Kammerspielsetting hat Bühnenbildnerin Nina von Mechow für den neusten Streich von René Pollesch und Konsorten, "Melissa kriegt alles", aufgebaut, mit Hammer-und-Sichel-Wandbespannung, einem teppichbelegten Sofa, Bullerbü-Tisch und einer Pole-Dance-Stange im größeren Raum, einem tarngemusterten Bett und Ofen im kleineren. Räume, in denen sich optisch Zeiten und Orte überlagern, dem Text entsprechend, in den Pollesch wie immer Verschiedenstes eingespeist hat. Neunzig Minuten Gedanken-Ping-Pong wird das sechsköpfige Ensemble zum Auftakt der DT-Saison hier spielen und den revolutionären Zauber des Zugleich beschwören.
Radar Ost Digital – Deutsches Theater Berlin – Ein Theaterfestival als interaktive 50-Stunden Graphic-Novel mit integrierten Streams
"Hey, Ihr im Westen!"
von Martin Pesl
Berlin / Wien / Online, 21. Juni 2020. Kommt ein Wiener nach Oberösterreich und geht dort ins Deutsche Theater Berlin. Dort sieht er sich Inszenierungen aus Russland, Polen, Georgien an. Der Witz unserer absurden Corona-Zeit ist, dass das eben kein Witz ist. Es geht, es ist gratis, und niemand wundert sich, wenn diese Konstruktion ein Festival genannt wird. Während die Autorentheatertage des DT 2020 de facto abgesagt sind und den eingeladenen Autor*innen stattdessen Stückaufträge erteilt wurden, bietet das seit 2018 veranstaltete Eröffnungswochenende "Radar Ost" auch in diesem Jahr volles Programm – im Internet. Produktionen aus osteuropäischen Ländern, teilweise in Kollaboration mit Berliner Künstler*innen, wurden von Birgit Lengers, der Leiterin des Jungen DT, sorgsam kuratiert. Ihr Mann Björn platzierte sie in einer Art Graphic-Novel-Version des ehrenwerten Berliner Hauses, abrufbar über dessen Webseite.
Regie: Tom Kühnel&Jürgen Kuttner
Regie: Charlotte Sprenger
Regie: András Dömötör, Peter Kastenmüller, Clara Weyde
Regie: Christopher Rüping
Regie: Sebastian Hartmann
Regie: Andres Veiel
Regie: Gernot Grünewald
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