Der Ring: Rheingold / Walküre - Am Hamburger Thalia Theater serviert Antú Romero Nunes Wagners Nibelungenversion als Fantasy-Pulp ohne Musik
Willkommen im Neandertal
von Falk Schreiber
Hamburg, 25. Oktober 2014. Stumpf starrt die Horde vor sich hin. Mal grunzt einer, mal faucht eine zurück, aber viel ist nicht zu erwarten von diesem Haufen. Und als sich endlich die Erkenntnis verbreitet, nutzen die Figuren das neu gewonnene Wissen als erstes, um einander an die Gurgel zu gehen. Respekt: So schlüssig wie Antú Romero Nunes hat wohl bislang noch niemand die Anfangsszene von Stanley Kubricks "2001" in Richard Wagners "Ring des Nibelungen" hineininterpretiert. Keine Götter und Halbgötter agieren hier, sondern Neandertaler, die sich 30 Minuten lang nicht einmal halbwegs zu artikulieren verstehen – und deren Persönlichkeitsentfaltung als Sprachfindung schon die Richtung der Inszenierung vorgibt.
Regie: Ulrich Waller
Regie: Felix Rothenhäusler
Regie: Christoph Marthaler
Regie: Jan-Christoph Gockel
Regie: Klaus Kusenberg
Regie: Stefan Kaegi (Rimini Protokoll)
Regie: Turbo Pascal
Regie: René Pollesch
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