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Jochymski, Jan

Jan Jochymski, 1969 in Leipzig geboren, ist Schauspieler und Regisseur.

Nach einem Schauspielstudium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater begann Jochymski zunächst in der Freien Szene zu arbeiten: 1992 gründete er mit Stefan Ebeling die Gruppe "TheaterschaffT". Von 1995 bis 1997 gehörte Jochymski als Schauspieler und Regisseur zum Ensemble des Theaterhauses Jena. Danach arbeitete als Regisseur sowohl in der Freien Szene als auch an Staats- und Stadttheatern. Von 2009 bis 2014 war Jochymski als Schauspieldirektor am Theater Magdeburg tätig.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jan Jochymski:

Liliom am Schauspiel Leipzig (10/2007)

Durst am Theater Magdeburg (5/2011)

Leonce und Lena am Theater Osnabrück (5/2012)

Sonnenallee am Theater Magdeburg (9/2013)

Emilia Galotti am Staatstheater Cottbus (4/2017)

Don Quijote am Landestheater Tübingen (6/2018)

Wir sind auch nur ein Volk am Theater Plauen-Zwickau (10/2019)

Widerstand am Theater Bautzen (3/2023)

Kleiner Mann, was nun? am Theater Rudolstadt (5/2025)

Joel, Kieran

Kieran Joel, geboren 1984 und aufgewachsen in Niebüll an der Nordsee, arbeitete zuerst als Regieassistent am Theaterhaus Jena und studierte 2013 bis 2017 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Bereits während seines Studiums waren Inszenierungen von ihm zu den Internationalen Schillertagen am Nationaltheater Mannheim, zum Körber Studio Junge Regie und zum Schauspielschultreffen 2016 in Bern eingeladen. Nach seinem Studium inszenierte er unter anderem am Konzert Theater Bern, am Theater im Bauturm Köln und Volkstheater München.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Kieran Joel:

Wenn ihr kein Brot habt, dann esst halt Kuchen am Theater Heidelberg (10/2011)

Identitti am Schauspielhaus Düsseldorf (11/2021)

Parzival am Staatstheater Nürnberg (3/2024)

Minihorror am Schauspiel Köln (5/2025)

Antichristie am Theater Dortmund (11/2025)

Winnetou V am Theater Ingolstadt (2/2026)

 

Jonigk, Thomas

Thomas Jonigk, geboren am 4. März 1966 in Eckernförde, ist Dramatiker, Schriftsteller und Theaterregisseur.

Jonigk studierte Mediävistik, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft. In Berlin gründete er Anfang der 1990er Jahre mit dem Regisseur Stefan Bachmann das freie "Theater Affekt", zu dem auch Lars-Ole Walburg, Tom Till und Ricarda Beilharz gehörten. 1997 bis 1999 war er Chefdramaturg am Schauspielhaus Wien. Ab der Spielzeit 2006/2007 arbeitete Jonigk am Düsseldorfer Schauspielhaus (unter Intendantin Amélie Niermeyer) als Hausautor, Dramaturg und Leiter des Autorenlabors, das der Förderung junger Dramatiker diente. 2009 trat er als Autor und Dramaturg ins Team der Züricher Intendantin Barbara Frey ein (siehe den Bericht zum Neustart des Schauspiel Zürich unter Intendantin Frey). Seit 2013 arbeitet er vor allem als Regisseur an verschiedenen Bühnen im deutschsprachigen Raum.

Nachtkritiken zu Stücken und Inszenierungen von Thomas Jonigk:

Donna Davison am Deutschen Theater Berlin (1/2009)

Diesseits am Cuvilliés Theater des Bayerischen Staatsschauspiels München (5/2009)

Martin Salander, Stückbearbeitung nach Gottfried Keller am Schauspielhaus Zürich (9/2009)

Ach, da bist Du ja! am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2010)

Weiter träumen am Schauspielhaus Zürich (10/2011)

Diesseits am Theater für Niedersachsen Hildesheim (1/2013)

Es begab sich aber zu der Zeit am Staatstheater Wiesbaden (6/2017)

Liliom am Staatstheater Wiesbaden (6/2018)

Rückkehr nach Reims am Schauspiel Köln (1/2019)

Der eingebildete Kranke am Schauspiel Köln (Dramaturgie, 9/2022)

Phaedra am Schauspiel Köln (11/2022)

Gespenster am Schauspiel Köln (2/2024)

Egal und Ellen Babić am Akademietheater Wien (2/2025)

Weitere Beiträge zu Thomas Jonigk:

Buchkritik: Thomas Jonigks Roman "Weiter." (2/2020)


Link:

www.thomasjonigk.de

Jordan, Peter

Peter Jordan, geboren 1967 in Dortmund-Gartenstadt, ist Film- und Theaterschauspieler. Er arbeitet auch als Autor und Regisseur.

Jordan studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Nach seinem Abschluss ging er ans Volkstheater Rostock, ein Jahr später ans Schauspielhaus Bochum. Dort arbeitete er u.a. mit Jürgen Kruse und Dimiter Gotscheff zusammen (letzterem widmete er einen Text in dem Band Das Schweigen des Theaters). 2000 wechselte er ans Thalia Theater Hamburg. Seit 2009 lebt Jordan mit seiner Frau Maren Eggert in Berlin und arbeitet als freier Schauspieler. Im Team mit Leonard Koppelmann entwirft er regelmäßig selbst inszenierte Theaterabende.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Peter Jordan:

Tartuffe bei den Salzburger Festspielen (7/2006, Nachtkritik vom Theatertreffen 5/2007)

Maria Stuart am Thalia Theater Hamburg (2/2007)

Fräulein Smillas Gespür für Schnee am Thalia Theater Hamburg (4/2007)

Die Beißfrequenz der Kettenhunde am Thalia Theater Hamburg (10/2007)

Nostalgie 2175 am Thalia Theater Hamburg (4/2008)

Leonce und Lena am Thalia Theater Hamburg (9/2008)

Vor Sonnenaufgang am Thalia Theater Hamburg (2/2009)

Der Kaufmann von Venedig am Maxim Gorki Theater Berlin (10/2009)

Der Krieg an den Münchner Kammerspielen (3/2010)

Jedermann bei den Salzburger Festspielen (7/2010)

Die Jüdin von Toledo am Burgtheater Wien (9/2010)

Kleinbürger am Deutschen Theater Berlin (5/2011)

Getränk Hoffnung bei der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater Berlin (6/2011)

Verkommenes Ufer / Medeamaterial.... am Deutschen Theater Berlin (11/2011)

Shakespeare. Spiele für Mörder am Deutschen Theater Berlin (11/2012)

Macbeth am Theater Dortmund (3/2011) (Regie)

Wolf unter Wölfen am Deutschen Theater Berlin (4/2013)

Der Selbstmörder am Burgtheater Wien (10/2021)

Don Quijote am Schauspiel Frankfurt  (3/2025)

Junghanns, Laura N.

Laura N. Junghanns, geboren 1991 "im geographischen Osten Deutschlands", wie es in ihrer Bio heißt, ist Theater- und Filmregisseurin.

2016 schloss Junghanns ihr Regiestudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab. Sie ist Mitglied der Physical Theater-Company KimchiBrot Connection, die in NRW aktiv ist und unter anderem 2017 mit dem Petra-Meurer-Preis ausgezeichnet wurde. Seit 2016 realisiert sie auch eigene Filmarbeiten. Sie drehte gemeinsam mit der Filmemacherin Clara Schmieder die Dokumentation "RE:PLAY" über die letzte Spielzeit von Schauspieldirektor Kay Voges am Theater Dortmund.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Laura N. Junghanns:

Your Very Own Double Crisis Club am Staatstheater Kassel (5/2022)

Das Ministerium der Träume am Staatstheater Kassel (6/2023)

Kaczmarczyk, André

André Kaczmarczyk, geboren 1986 in Suhl/Thüringen und aufgewachsen in Eisenach, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Schon vor dem Studium war er Jahr 2004 am Landestheater Eisenach und 2005 bis 2007 am Hans Otto Theater Potsdam engagiert. Neben freien Produktionen gastierte er dann als Schauspieler am Volkstheater Rostock, dem Maxim Gorki Theater Berlin und an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz. Von 2013 bis 2016 war er am Staatsschauspiel Dresden engagiert und arbeitete mit u.a. Tilmann Köhler, Friederike Heller, Jan Gehler, Burkhardt Kosminski und Matthias Hartmann.

Von 2016 bis 2022 war André Kaczmarczyk festes Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses. Am Düsseldorfer Schauspielhauses war er in zentralen Rollen u.a. in der Regie von Roger Vontobel, Simon Solberg, David Bösch, Sebastian Baumgarten, Bernadette Sonnenbichler, Robert Wilson, Tilmann Köhler und Evgeny Titov zu sehen. Ausgezeichnet wurde André Kaczmarczyk zweimal in Folge mit dem Publikumspreis Gustaf der Freunde des Düsseldorfer Schauspielhauses sowie 2017, 2018 und 2019 in der Kritikerumfrage der Welt am Sonntag zum "Besten Schauspieler in Nordrhein-Westfalen" gewählt. 2018 wurde ihm der Förderpreis für Darstellende Kunst der Stadt Düsseldorf verliehen.

2020 gastierte er bei den Salzburger Festspielen in der Uraufführung von Peter Handkes "Zdeněk Adamec" in der Regie von Friederike Heller. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er in der Titelrolle in »Richard III.« (Regie: Evgeny Titov) zu sehen, die 2024 für den Deutschen Theaterpreis Faust nominiert wurde.

Seit der Spielzeit 2022/23 arbeitet André Kaczmarczyk wieder freischaffend als Schauspieler und Regisseur. Daneben ist er Dozent für Schauspiel und Darstellende Kunst, u.a. an der Folkwang Universität der Künste und der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy". Gemeinsam mit dem Dramaturgen Stijn Reinhold leitet er das Schauspielstudio am Düsseldorfer Schauspielhaus. Er wirkte in Film- und Fernsehproduktionen mit, u.a. dem "Polizeiruf 110", und ist als Sprecher tätig.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von André Kaczmarczyk:

Alice am Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2020)

Orlando am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2022)

Cabaret am Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2022)

Die Märchen des Oscar Wilde erzählt im Zuchthaus zu Reading am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2025)

Kiss Me, Kate am Nationaltheater Weimar (11/2025)

Weitere Beiträge zu André Kaczmarczyk:

Meldung (9/2024): Die Nominierten für den Theaterpreis Der Faust 2024

kainkollektiv

Das kainkollektiv wurde 2004 in Bochum gegründet und besteht im Kern aus Mirjam Schmuck und Fabian Lettow.

Die Arbeiten des Kollektivs bewegen sich im Bereich zwischen Theater, Installation und Performance. Thematisch arbeitet kainkollektiv sowohl site specific im Ruhrgebiet als auch international: In und zu Polen enstanden Koproduktionen über die "Spuren von West und Ost" und "den Verfall der europäischen Städte" in Krakau ("Fasada", "Burn Out City") und das "Erbe der Ruhrpolen" im Ruhrgebiet ("Kortländer Saga"). Seit 2013 hat das kainkollektiv zwei deutsch-kamerunische Koproduktionen mit dem Laboratoire de Théatre de Yaoundé (OTHNI) gemacht.

Seit 2012 erhielt kainkollektiv die Spitzenförderung Theater NRW durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Außerdem erhielt es für die Jahre 2015-2017 die Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste. Das kainkollektiv wurde 2015 mit dem George Tabori Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet. Seit Januar 2018 gehört es zur künstlerischen Leitung des TAK – Theater Aufbau Kreuzberg Berlin.

Nachtkritiken zu Arbeiten von kainkollektiv:

Aus aktuellem Anlass am FFT Düsseldorf (4/2015)

Fin de Mission am Ringlokschuppen Mülheim (11/2016)

Hagar am Schauspielhaus Bochum (6/2017)

GAIA-Projekt bei den Ruhrfestspielen (6/2020)

Kalmbach, Heiko

Heiko Kalmbach, geboren 1969 in Freudenstadt im Schwarzwald, ist Theaterregisseur und Videokünstler.

Er studierte Kultur-, Theater- und Filmwissenschaft in Bremen und Berlin sowie Regie an der Filmhochschule der New York University. Er hospitierte und assistierte in Konstanz und Bremen, spielte und inszenierte in der Freien Szene. Seit 1994 entwickelt er eigene Kurzfilme und Videoarbeiten. 2005 war Kalmbach Mitbegründer der Berliner Performance-Gruppe Naturaleza Humana. Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm "If One Thing Matters – a film about Wolfgang Tillmans" wurde im Forum der Berlinale 2008 gezeigt. Am Theaterhaus Jena war Kalmbach als Videograph für verschiedene Inszenierungen tätig und arbeitete dabei vor allem mit dem Regisseur Markus Heinzelmann zusammen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Heiko Kalmbach:

Seestücke an der Berliner Volksbühne (11/2009)

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Videoarbeiten von Heiko Kalmbach:

Die Orestie am Theaterhaus Jena (7/2007)

Knock Out am Theaterhaus Jena (11/2007)

Der Sturm am Theaterhaus Jena (7/2008)

Wilhelm Tell am Theaterhaus Jena (7/2009)

Kaluza, Stephan

Stephan Kaluza, 1964 in Bad Iburg geboren, ist Bildender Künstler, Theaterautor und Regisseur.

Kaluza studierte an der Kunstakademie Düsseldorf Kunstgeschichte und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 1995 stellt Kaluza in verschiedenen Galerien seine Arbeiten aus. 2006 wandte er sich erstmals dem Theater zu. Der Doppelabend Stallerhof / 3D wurde 2013 zu den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin eingeladen.

 

Nachtkritiken zu Arbeiten von Stephan Kaluza: 

Atlantic Zero am Schauspielhaus Düsseldorf (5/2010) (Text)

Stallerhof / 3D am Schauspiel Stuttgart (10/2012) (Text)

Blutmänner / Studie einer menschlichen Figur im Raum am FFT Düsseldorf (7/2016) (Regie und Text)

Menschen im Hotel am Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2018) (Romanbearbeitung)

 

Website:

www.stephan-kaluza.de/

Kamerun, Schorsch

Schorsch Kamerun, eigentlich Thomas Sehl, geboren 1963 in Timmendorfer Strand, ist Punk-Musiker, Autor und Theaterregisseur.

Kamerun absolvierte eine Lehre als KFZ-Mechaniker und ist seit der Gründung 1984 Sänger der Hamburger Punkband "Die Goldenen Zitronen". Außerdem betreibt er zusammen mit Rocko Schamoni und Wolf Richter den legendären Hamburger "Golden Pudel Club". Für sein Hörspiel "Ein Menschenbild, das in seiner Summe Null ergibt" erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2007.


Nachtkritiken zu Inszenierungen von Schorsch Kamerun:

Der kleine Muck an der Berliner Volksbühne (4/2007)

Biologie der Angst am Schauspielhaus Zürich (11/2007)

M.S. Adenauer am Schauspiel Köln (3/2009)

Abseitsfalle am Theater Oberhausen (3/2010)

Vor uns die Sintflut am Thalia Theater Hamburg (9/2010)

Die Ausgedehnten beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel Hamburg (8/2012)

Agora I bei den Wiener Festwochen (5/2013)

Ich habe um Hilfe gerufen. Es kamen Tierschreie zurück beim Festival "Marx' Gespenster" am HAU Berlin (11/2015)

Das Bauhaus – Ein rettendes Requiem an der Berliner Volksbühne (6/2019)

Cap Arcona am Theater Lübeck (2/2024)

Große Gewinne Schwere Verluste am Deutschen Theater Berlin (4/2025)

The Beat Goes On am Theater Bremen (8/2025)

Links:

www.schorschkamerun.de

www.die-goldenen-zitronen.de

www.pudel.com