lexikon
| Begriff | Definition |
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| Gudarzi, Amir | Amir Gudarzi, 1986 in Teheran geboren, ist Autor und Dramatiker. In Teheran aufgewachsen, besuchte Gudarzi dort die einzige Theaterschule des Landes und studierte Szenisches Schreiben. 2009 emigrierte er nach Österreich und lebt seither in Wien, wo er als vielfach ausgezeichneter Dramatiker und Autor arbeitet. 2021 erhielt den Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien, 2022 wurden ihm der Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker*innen und der Christian-Dietrich-Grabbe-Preis verliehen. In der Spielzeit 2023/24 war Gudarzi Hausautor am Nationaltheater Mannheim. Für seinen Debütroman "Das Ende ist nah" wurde er 2024 mit dem Hermann-Hesse-Förderpreis ausgezeichnet.
Wonderwomb am Hessischen Landestheater Marburg (9/2022) Die Burg der Assassinen am Theater Aachen (9/2023) Als die Götter Menschen waren am Nationaltheater Mannheim (1/2024) Quälbarer Leib - Ein Körpergesang am Landestheater Detmold (4/2024) Wonderwomb am Deutschen Theater Berlin (3/2025) Das Ende ist nah am Teata Wien (11/2025)
Meldung: Kleist-Förderpreis an Amir Gudarzi (1/2022) Meldung: Grabbe-Preis für Amir Gudarzi (9/2022) Meldung: Mannheim – Amir Gudarzi wird Hausautor (3/2023) Medienschau: taz: Amir Gudarzi im Interview (6/2024)
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| Gühlstorff, Nina | Nina Gühlstorff, geboren 1977 in Ratzeburg, ist Regisseurin. Von 1997 bis 2001 absolvierte Gühlstorff ein Regiestudium an der Bayerischen Theaterakademie in München. Regelmäßig erarbeitet sie soziokulturelle Projekte (im Team mit Dorothea Schroeder) mit professionellen Schauspieler*innen und Laiendarsteller*innen. Zusammen mit Dorothea Schroeder war sie Mitbegründerin und bis 2011 Leiterin des "Spieltriebe"-Festivals am Theater Osnabrück. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Nina Gühlstorff: Gewerbe am Theater Osnabrück (9/2007) Schule der Arbeitslosen am Theater Osnabrück (12/2007) Homebody/Kabul am Staatsschauspiel Dresden (4/2008) Der Kopf des Biografen am Theater Osnabrück (1/2009) Der Dritte Weg am Theaterhaus Jena (10/2009) Das Ende der Welt (im Rahmen von OstOstOst) am Theater Magdeburg (4/2010) They call me Jeckisch am Theater Heidelberg (10/2010) KoNGOland am Theater Rampe in Stuttgart (12/2014) Rest of Europe am Schauspielhaus Graz (1/2018) Weltmeister am Schauspiel Hannover (1/2020) |
| Günther, Dominik | Dominik Günther, geboren 1973 in Bonn, ist Regisseur. Nach einem Studium der Sozialwissenschaften und der Germanistik an der Universität Bielefeld gründete Günter zunächst das "Neandertal Theater Hamburg". Seit 2005 ist er als Regisseur für verschiedene Theater tätig und darüber hinaus Dozent für Szenen- und Rollenstudium am Hamburger Schauspielstudio Frese. Seine Inszenierung von Holger Schobers Stück "Hikikomori" wurde 2008 in der Kategorie "Beste Regie Jugendtheater" für den Theaterpreis "Der Faust" nominiert. Für die Uraufführung von Schobers "Clyde und Bonnie" am Dschungel Theater/Wien erhielt Dominik Günther den österreichischen "Stella"-Theaterpreis sowie den "bestOFFstyria"-Sonderpreis der Jury in Graz. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Dominik Günther: Das Fremde ist nur in der Fremde fremd am Stadttheater Bern (3/2008, Teilregie) heimat.com am Theater Heilbronn (1/2010) Superman ist tot am Theater Heilbronn (11/2010) Immer noch Sturm am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1/2012) Three Kingdoms am Theater Osnabrück (12/2013) Der eingebildete Kranke am Theater Vorpommern (11/2016) |
| Gürler, Suna | Suna Gürler, Regisseurin, Theaterpädagogin und Schauspielerin. Suna Gürler wurde 1986 in Basel geboren. Sie begann ihre Theaterlaufbahn als Schauspielerin am Jungen Theater Basel und arbeitete später als Schauspielerin, Theaterpädagogin und Regisseurin am Maxim Gorki Theater Berlin. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Hausregisseurin am Schauspielhaus Zürich. Nachtkritiken zu Arbeiten von und mit Suna Gürler: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen am Maxim Gorki Theater Berlin (Schauspiel) (11/2013) Und dann kam Mirna am Maxim Gorki Theater Berlin (Schauspiel) (9/2015) Nach uns das All am Maxim Gorki Theater Berlin (Schauspiel) (9/2017) Papa liebt dich am Maxim Gorki Theater Berlin (Regie) (2/2018) Frühlings Erwachen am Schauspielhaus Zürich (Regie) (10/2020) My Heart is Full of Na-Na-Na am Schauspielhaus Zürich (Regie) (10/2022) Ich chan es Zündhölzli azünde am Schauspielhaus Zürich (Regie) (1/2023) jetzt, jetzt, jetzt am Schauspielhaus Zürich (9/2023) Bite, Marry, Kill am Jungen Theater Basel (3/2024) |
| Gusner, Amina | Amina Gusner, geboren 1965 in Moskau, ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Nach einer Schauspielausbildung an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" spielte sie unter anderem in verschiedenen Fernsehserien, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und am Maxim-Gorki-Theater. Als Regisseurin begann sie am Berliner Theater unterm Dach. Ihre Inszenierung "Mütter und Männer" für das Staatstheater Kassel wurde 2003 zu den Hessischen Theatertagen eingeladen und erhielt den Preis der "Jungen Experten". Mit anderen Künstlern gründete sie 2001 die Künstlergruppe allein-im-hausflur.de, die Hörstücke, Videos und szenische Collagen produziert. Von Beginn der Spielzeit 2008/2009 bis Ende der Spielzeit 2011/2012 war sie Schauspieldirektorin der Theater und Philharmonie Thüringen GmbH, zu der neben den Bühnen der Stadt Gera auch das Landestheater Altenburg gehört. Sie ist Mitgründerin des Vereins "Pro Quote Bühne". Nachtkritiken zu Inszenierungen von Amina Gusner: Sex Stadt Beziehungen am Maxim Gorki Theater (6/2007) Drei Schwestern im Theater am Kurfürstendamm (6/2008) Heimat_Los! und Die Nibelungen am Theater Gera (10/2009) Herzschritt am Theater Gera (9/2009) Einsame Menschen am Theater Gera (5/2010) Faust am Landestheater Altenburg (9/2010) Wer hat Angst vor Virginia Woolf? im Theater am Kurfürstendamm (12/2011) Titanic am Theater Gera (4/2012) Je suis Fassbinder am Werk X Wien (5/2019) Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst am Winterhuder Fährhaus in Hamburg (7/2024)
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| Habermehl, Anne | Anne Habermehl, geboren 1981 in Heilbronn, ist Autorin und Regisseurin. Sie studierte von 2004 bis 2008 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Später absolvierte sie auch ein Regie-Studium. In ihren Stücken erforscht sie, wie sich gesellschaftliche, seelische und körperliche Wunden in die Beziehungen von Menschen eingraben- unterschiedliche Zeiten und Orte legen sich dabei übereinander. Ihre Stücke, die sie meist selbst uraufführt, wurden mehrfach zu den Autorentheatertagen eingeladen. Beiträge von und mit Anne Habermehl: Videodiskussion: Streitfall Drama (4) - Mit Anne Habermehl und Ilia Papatheodorou She She Pop Nachtkritiken zu Stücken von Anne Habermehl: Letztes Territorium am Thalia Theater (11/2008) Küss mich hinter Kaufhof am Theater Chemnitz (5/2009) Daddy am Bayrischen Staatsschauspiel München (6/2009) Narbengelände am Landestheater Altenburg/Gera (10/2010) Letztes Territorium am Landestheater Tübingen (11/2011) Luft aus Stein am Schauspielhaus Wien, auch Regie (1/2013) Glanz und Schatten Europas am Schauspielhaus Wien, auch Regie (1/2014) Das Gemeindekind (UA) am Schauspielhaus Wien (3/2015) Outland (UA) an den Berliner Sophiensaelen (12/2017) Woyzeck am Badischen Staatstheater Karlsruhe (Adaption und Regie) (11/2019) Frau Schmidt fährt über die Oder an den Münchner Kammerspielen (10/2021) Mysteryland am Theater Aachen (11/2025) |
| Habjan, Nikolaus | Nikolaus Habjan (* 24. September 1987 in Graz) ist ein österreichischer Regisseur, Puppenmacher und Puppenspieler. Habjan studierte von 2006 bis 2010 Musiktheaterregie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seine Puppenspieltechnik perfektionierte er bereits 2003 in einem Workshop mit Neville Tranter. Ab 2008 war er Regieassistent und Abendspielleiter am Schubert Theater Wien, wo er seine erste Puppentheater-Produktion "Schlag sie tot" realisierte und seit 2009 Ko-Direktor ist. Habjan hat außerdem u.a. am Schauspielhaus Graz, Landestheater Linz, dem Volkstheater und dem Akademietheater Wien sowie dem Residenztheater München gearbeitet. Die Produktion des Schubert Theaters "F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig" von Nikolaus Habjan und Simon Meusburger erhielt den Nestroy-Theaterpreis 2012 in der Kategorie Beste Off-Produktion, 2016 und 2018 erhielt Habjan bei den Nestroy-Preisen den Publikumspreis. Nachtkritiken zu Inszenierungen von/mit Nikolaus Habjan: Nathan der Weise am Volkstheater Wien (4/2017) Der Streit am Residenztheater München (1/2018) Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos am Akademietheater Wien (11/2018) Am Königsweg am Landestheater Niederösterreich in St. Pölten (3/2019) Der Leichenverbrenner am Akademietheater Wien (10/2020) Fly Ganymed am Schauspiel Stuttgart (01/2022) Weitere Beiträge: Theaterpodcast #61 zum Puppen- und Figurentheater (10/2023) |
| Hacks, Peter | Peter Hacks, 1928 in Breslau geboren und 2003 in Berlin gestorben, war Schriftsteller. Hacks zog 1955 von München nach Ostberlin, wo er am Deutschen Theater erst als Hausautor und ab 1960 als Dramaturg tätig war. Seit der damalige Intendant des Deutschen Theaters und Hacks' Förderer Wolfgang Langhoff nach seiner Inszenierung von Peter Hacks' "Die Sorgen und die Macht" 1963 mit der SED in Konflikt geriet und schließlich zurücktreten musste, arbeitete Hacks als freier Schriftsteller und war zeitweilig auch in Westdeutschland einer der meistgespielten Dramatiker. Seine Frau, die Schriftstellerin Anna Elisabeth Wiede, die mit ihm gemeinsam in die DDR gekommen war, starb im Jahr 2008. Im nachtkritik-Archiv kann man Hacks auf einer Zeitreise durch das Gedächtnis des Deutschen Theaters begegnen. Nachtkritiken zu Stücken von Peter Hacks: Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe am Schauspiel Frankfurt (8/2008) Jona am Schauspielhaus Wuppertal (11/2009) Der Schuhu und die fliegende Prinzessin am Theaterlabor Bremen (3/2010) Die Sorgen und die Macht am Deutschen Theater Berlin (9/2010) Der Maler des Königs am Theater Meiningen (12/2010) Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilen am Theater Neubrandenburg (1/2013) Die Höflichkeit der Genies im Rahmen des Theaterspektakel - Irrtümer 2 - Utopien an der Landesbühne Sachsen (11/2015) |
| Haenni, Julia | Julia Haenni, geboren 1988 im Aargau/Schweiz, ist Regisseurin, Performerin und Autorin. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften, Deutsche Sprachen und Literatur an den Universitäten Bern und Berlin folgte ein Regiestudium an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2011 realisiert sie regelmäßig freie Theaterprojekte mit dem eigenen Theaterkollekti. Regiearbeiten, Texte und Engagements als Schauspielerin führten sie unter anderem ans Schlachthaus Theater Bern, ans Theater Neumarkt Zürich. In der Spielzeit 2018/19 war sie Hausautorin am Konzert Theater Bern. nachtkritiken zu Stücken von Julia Haenni: Frau im Wald am Theater Tuchlaube Aarau (3/2018) Don Juan. Erschöpfte Männer am Theater Tuchlaube Aarau (2/2020) Frau verschwindet (Versionen) am Theater Kosmos Wien (10/2020) Weitere Links: "Frau im Wald" beim Gastspiel des Heidelberger Stückemarkts 2019 |
| Hafner, Felix | Felix Hafner, geboren 1992 in Voitsberg (Steiermark), ist Regisseur. Hafner schloss sein Regiestudium am Wiener Max Reinhardt Seminar 2016 ab. Während seiner Studienzeit war er auch als Schauspieler tätig und wurde 2015 mit einem Solopreis beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender ausgezeichnet. 2017 erhielt er den Nestroy-Preis der Kategorie Bester Nachwuchs männlich als Regisseur für seine Molière -Inszenierung "Der Menschenfeind". Nachtkritiken zu Inszenierungen von Felix Hafner Isabelle H. am Volkstheater Wien (3/2016) Höllenangst am Volkstheater Wien (9/2017) Flucht ohne Ende am Landestheater St. Pölten (1/2018) Die Dämonen am Volkstheater Wien (10/2018) Engel in Amerika am Tiroler Landestheater Innsbruck (3/2022) Ein Volksliederabend in Addis Abeba beim Steirischen Herbst Graz (10/2024) Slippery Slope am Schauspielhaus Graz (2/2025) Weitere Beiträge zu Felix Hafner: Meldung: Nestroy-Preise in Wien verliehen (11/2017) Meldung: Preise beim Theatertreffen der Schauspielstudierenden (6/2015) |
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