Warten auf Godot - Robert Borgmann inszeniert Beckett am Schauspiel Frankfurt
Kunstparty im Klimawandel
von Grete Götze
Frankfurt am Main, 12. Januar 2019. Vor genau einem Jahr hat Robert Borgmann zuletzt am Schauspiel Frankfurt inszeniert. Kafkas Romanfragment "Das Schloss", mit Max Mayer als Landvermesser K. Ein rätselhafter, vieldeutiger Abend, dessen ungeheure Figuren sich ins Gedächtnis eingraben. Mit Samuel Becketts "Warten auf Godot" hat sich Borgmann nun wieder einen schwer zu dechiffrierenden Text vorgenommen, der durch seine Zeitlosigkeit Parabelcharakter hat.
Europe Central - Nicole Schneiderbauer eröffnet die neue Brechtbühne in Augsburg mit der Adaption von William T. Vollmanns Tausend-Seiten-Roman
Schostakowitschs unbekannte Geliebte
von Willibald Spatz
Augsburg, 12. Januar 2019. Endlich angekommen in der endgültigen Zwischenlösung. Nachdem im Staatstheater jetzt wirklich bald mit der Sanierung begonnen werden kann – archäologische Funde und die Bereitstellung von Fördergeldern hatten den Start der Arbeiten eine Weile verzögert –, wurde nun auch in der neuen Brechtbühne auf dem ehemaligen Gaswerksgelände der Spielbetrieb aufgenommen. Auf diesem Areal gab es bereits eine Interims-Interimsspielstätte im Kühlergebäude, wo im September "Gas" von Georg Kaiser gezeigt wurde (zur Nachtkritik vom 28. September 2018).
Die Nacht von Lissabon - Hakan Savaş Micans beglückende Adaption von Erich Maria Remarques Flucht- und Migrations-Schicksal-Roman am Berliner Maxim Gorki Theater
Fluchtpunkt Atlantik
von Simone Kaempf
Berlin, 11. Januar 2019. Keine fünf Minuten und Dimitrij Schaad wird schon mit Szenenapplaus belohnt. Dabei hat der Schauspieler nur seinen Oberkörper entblößt, sich einmal auf den herausgestreckten Bauch geklatscht und gefrotzelt, dass dieser Körper für Europa stehe: "Aktuell noch Mittelklasse, aber bald geht es steil bergab." Der mittelprächtige Witz löst lautes Gelächter aus, und das ist natürlich Schaad zu verdanken, der sympathischsten Rampensau Berlins, wenn nicht des ganzen Theaterbetriebs. Ein erstklassiger Improvisator ist er, ein uneitler Selbstdarsteller, der erstmal alle "Applausflittchen" zur Mäßigung ruft. Und wirklich sparen sich alle ihre Zuneigung auf fürs Ende dieser Roman-Adaption von Regisseur Hakan Savaş Mican am Maxim Gorki Theater, für die es einen so satten, mitreißend-ehrlichen Applaus aus dem ganzen Zuschauerraum gibt, wie es selten geworden ist.
Regie: Mirko Schombert
Regie: Jessica Glause
Regie: Janina Audick, Martina Bosse, Brigitte Cuvelier, Christine Groß
Regie: Henri Hüster
Regie: René Pollesch
Regie: Leander Haußmann
Regie: Dorcy Rugamba, Yolanda Gutierrez, Jens Dietrich
Regie: Martina Momo Kunz
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