Peer Gynt - Christopher Rüping inszeniert Ibsen mit Edgar Selge und vielen Gegenhäutungen am Schauspiel Stuttgart
Wirf Dich in alle Häute
von Steffen Becker
Stuttgart, 20. Juni 2015. "Wer bin ich und wenn ja, wie viele", lautet eine aktuelle populärphilosophische Frage. Henrik Ibsen hat sie mit "Peer Gynt" schon vor fast 150 Jahren gestellt. Christopher Rüping beantwortet sie in seiner Inszenierung am Schauspiel Stuttgart mit "5 Frauen und ein Promi". Entgegen den Geschlechterhöflichkeiten erwähnen wir ihn zuerst. Edgar Selge spielt die Hauptfigur (die meiste Zeit zumindest) und zunächst denkt man, der Beginn der Aufführung sei der Huldigung an den Star geschuldet. Attraktive, junge Frauen hauchen ehrerbietig "Peer Gynt" ins Mikro und eine Wand nach der anderen wird beiseite geschoben. Bis schließlich ein laut Regieanweisung "kräftig gebauter Mensch von Anfang 20" die Bühne betritt.
The Shells - Ausflug nach Neu-Friedenwald
Hinter den Fassaden
von Katharina Röben
Berlin, 14. Juni 2015. Es riecht nach Gewitter. Ich schwitze, als ich das Greenhouse erreiche, ein ehemaliges Arbeitsamt im Nirgendwo von Tempelhof. Mit dem Fahrstuhl geht es nach Neu-Friedenwald im 7. Stock, eine imaginäre Kleinstadt, inspiriert von David Lynchs Kultserie Twin Peaks. Ich schiebe mich mit der Masse hinein und lande in einer Trauerfeier. Die Stadt trägt Schwarz wegen des tragischen Todes der hübschen blonden Cecilia, die mit 18 Jahren verstarb. Ich spreche mit den Eltern und versuche mich zwanghaft daran zu erinnern, was Beileid auf Englisch heißt. In dieser Stadt spricht keiner Deutsch.
Regie: Ivna Žic
Regie: Jorinde Dröse
Regie: Thomas Dannemann
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