Welche Welt bedeuten diese Bretter?

von Necati Öziri

1. November 2017. Vielen Dank erst einmal für die Einladung. Ich muss gestehen, als mich Herr Vec anrief und bat, den Abschlussvortrag zu halten, ist mir mein Herz in die Hose gerutscht. Die Frage, um die es – auch vor dem Hintergrund der Sanierung, Neubebauung oder Schließung der Frankfurter "Theaterdoppelanlage" - gehen soll, beschäftigt mich nicht nur heute Abend und auch nicht nur beruflich, sondern seit etwa einem Jahr persönlich und ziemlich existenziell. Das setzte ein, so ungefähr mit dem Wahlkampf in der Türkei, begleitete den Wahlkampf in Frankreich und gipfelte in der Bundestagswahl in Deutschland.

Und es ward Licht

von Esther Slevogt

Dresden, 30. Oktober 2017. Er ist wieder da, der Theaterraum, der 1911 so etwas wie der Urknall der Theatermoderne war: der Bühnen- und Lichtraum für den Großen Saal des Festspielhauses in Dresden Hellerau; ein Theaterraum, dessen Begrenzung nur aus einem schwer definierbaren leuchtenden Material zu bestehen scheint, das dem Raum etwas Übernatürliches, beinahe Schwebendes verleiht. Drei Künstler haben diesen Bühnenraum wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg entwickelt: der Schweizer Bühnenbildner Adolphe Appia (1862-1928), der deutschen Architekt Heinrich Tessenow (1876-1950) und der russisch-deutsche Maler und Lichtkünstler Alexander von Salzmann (1874-1934). Und zwar für die Hellerauer Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus des Schweizer Musikpädagogen und Komponisten Émile Jaques-Dalcroze (1865-1950).

Applaus ist wie ein BH

30. Oktober 2017. Die Theaterwissenschaft müht sich seit Jahrzehnten mit einer Bestimmung dessen ab, was Theater eigentlich sein und darstellen soll. Dabei liegen die Antworten so nahe. Just google it! Wir haben zentrale Begriffe des Theaters in die Suchmaske eingegeben. Die automatischen Vervollständigungen enthüllen teils unangenehme Wahrheiten. 

 

kritikersind

ÜBER DAS SCHREIBEN, UND JA: FÜRS THEATER

von Wolfram Lotz

26. Oktober 2017.

Liebe Leute,

ich finde es auch ein wenig seltsam, dass ich gerade jetzt den Wunsch gehabt habe, über das Schreiben von Theaterstücken zu sprechen

In einer Phase, in der ich mehr als jemals zuvor das Gefühl habe, es nicht mehr zu können, es wirklich nicht mehr zu wissen, wie es gehen könnte für mich, in Zukunft