Was ihr wollt - Dariusch Yazdkhasti lässt Shakespeares Komödie am Staatstheater Braunschweig in den Klamauk kippen

Bromantic Love

Spiel mir das Lied vom Tod - In Braunschweig sucht Klaus Gehre in dem Stoff von Sergio Leone nach dem Ursprung des Kapitalismus und den Grenzen der Frontier

Wer Visionen hat, sollte nach Westen gehen

von Jan Fischer

Braunschweig, 3. November 2017. Es ist für den US-amerikanischen Mythos der Frontier – dieser Grenze, hinter der das Unbekannte nur darauf wartet, einverleibt zu werden – ein Glücksfall, dass die öden Landschaften des Mars den ikonischen Felsformationen des Monument Valley verblüffend ähneln. Klaus Gehre macht sich diese Ähnlichkeit jedenfalls gleich zu Beginn seiner Inszenierung des Western-Klassikers "Spiel mir das Lied vom Tod" in Braunschweig zu nutze. In Großaufnahme erscheinen – in Anlehnung an eine Traumsequenz aus dem Sci-Fi-Klassiker "Total Recall" zwei Playmobil-Männchen in Raumanzügen groß projiziert vor einer Marslandschaft. Diese Landschaft wird, wiederum groß auf die den Raum der kleinen Bühnen beherrschenden Leinwand, direkt in einen Zug überblendet, der sich schnaufend in Richtung der Stadt Sweet Water schiebt. Und schon sind wir mittendrin im Western.

Szenarien - Antoine Laubin macht mit Jean-Marie Piemmes Stück eine echte Entdeckung

Die Welt, wie Max sie sah

von Michael Laages

Braunschweig, 16. Mai 2015. Alle Hürden sind aufgestellt; alle Komplikationen, die eine internationale und mehrsprachige Theater-Produktion naturgemäß so mit sich bringen kann, sind zu bewältigen, bevor dieses schwere Stück Arbeit zum Erfolg werden kann: Der Autor stammt aus Belgien, der Text ist ursprünglich französisch. Der Uraufführungsregisseur, ausgezeichnet beim Braunschweiger "Fast-Forward"-Festival vor bald zwei Jahren, ist ebenfalls Belgier, und das Stück, das er nun als Teil des Preises in Braunschweig inszeniert, soll nicht nur hier, sondern auch daheim in Lüttich am Theater gezeigt werden. Das Ensemble ist deutsch-belgisch gemischt, zweisprachig ist die Aufführung sowieso, sie braucht also zweierlei Übertitel; zur Struktur des Stückes gehört aber auch noch, dass (als Stück im Stück) eine dritte Sprache gesprochen wird: Englisch. Eine weitere Hürde für die "Szenarien" von Jean-Marie Piemme in Antoine Laubins Uraufführungsinszenierung.

Wie sich dann aber all das fügt zum Stück, von dem hier die Rede ist: das ist zum Staunen.

Stückentwicklung von Ulrike Hatzer, Thomas Freyer und Ensemble
Regie: Ulrike Hatzer
Braunschweig - 22. April 2015
Julia Roesler
Regie: Julia Roesler
Braunschweig - 27. März 2015
werkgruppe2
Regie: Julia Roesler
Braunschweig - 23. Oktober 2014
Braunschweig - 01. Oktober 2014
George Tabori
Regie: Martin Baum
Braunschweig - 03. Juni 2014
Braunschweig - 12. April 2014
werkgruppe2
Regie: Julia Roesler/werkgruppe2
Braunschweig - 20. März 2014
nach Max Frisch
Regie: Anna Bergmann
Braunschweig - 18. Januar 2014
Jonas Hassen Khemiri
Regie: Mina Salehpour
Braunschweig - 13. September 2013
nach Carl Sternheim
Regie: Tom Kühnel / Jürgen Kuttner
Braunschweig - 07. April 2013
William Shakespeare
Regie: Maja Kleczewska
Braunschweig - 14. März 2013
Braunschweig - 18. Januar 2013
von und mit dem Stadt-Theater-Ensemble
Regie: Uli Jäckle
Braunschweig - 08. Dezember 2012
Braunschweig - 11. November 2012
Braunschweig - 06. Oktober 2012
Braunschweig - 17. März 2012
Braunschweig - 17. Dezember 2011
Braunschweig - 19. November 2011
Braunschweig - 23. September 2011
Braunschweig - 25. Mai 2011
nach Erich Kästner
Regie: Torsten Schilling
Braunschweig - 09. April 2011
Braunschweig - 22. Januar 2011
Braunschweig - 08. Oktober 2010
Braunschweig - 08. Juni 2010
Braunschweig - 27. September 2008
Braunschweig - 16. Februar 2008

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