Stadium - Mohamed El Khatib bringt in seinem Dokumentartheaterprojekt bei den Wiener Festwochen Fußballfans auf die Bühne
Von Blase zu Blase
Jedem das Seine. Ein Manifest - An den Münchner Kammerspielen erzählt Marta Górnickas mit ihrem neuen Chorstück von Feminismus, #MeToo und der Dehumanisierung weiblicher Körper
Mensch, Mensch, Mensch
von Petra Hallmayer
München, 28. Mai 2018. Im Vorfeld der Uraufführung von Marta Górnickas neuem Chorstück echauffierte sich eine Münchner Zeitung über dessen Titel. Die leichtfertige Verwendung der antiken Losung für Verteilungsgerechtigkeit "Jedem das Seine", die die Nazis mit grenzenlosem Zynismus auf das Tor des KZ Buchenwald schrieben, hat schon mehrfach heftige Diskussionen ausgelöst. Einen gedankenlosen Umgang mit der Geschichte jedoch kann man der Regisseurin, die sich in "Hymne an die Liebe" mit der Rolle Polens im Holocaust und dem Antisemitismus in ihrem Heimatland auseinandersetzte, gewiss nicht vorwerfen.
Publikumsbeschimpfung - Martin Laberenz entschärft Handke durch einen historischen Vergleich, der die Stuttgarter harmlos, lieb und lustig aussehen lässt
Publikumsrezension, eine Mimesis
von Steffen Becker
Stuttgart, 26. Mai 2018. Wer Handkes "Publikumsbeschimpfung" noch nicht kannte, wird bei der Premiere in der Stuttgarter Spielstätte Nord überrascht sein. Man wird erst mal gar nicht beschimpft (und später auch nur über Bande). Stattdessen machen die SchauspielerInnen sich selbst und ihre Kunst klein. Sie sagen, dass sie nicht spielen, dass sie nur sprechen, dass die Bühne nichts bedeutet: "Das Licht, das uns beleuchtet, hat nichts zu bedeuten. Auch die Kleidung, die wir tragen, hat nichts zu bedeuten." Wir lassen dahingestellt, ob Nachtkleider aus dem Transvestiten-Jahrzehnt der 70er wirklich nur dem Erzeugen von Stolperfallen dienen ("wenn wir hier stolpern, stolpern wir absichtslos"). Wir glauben einfach, dass Regisseur Martin Laberenz den Autor Handke in diesem Punkt ernst nimmt. Daher - um im Duktus des Stückes zu bleiben: Sie werden hier nichts über die schauspielerische Leistung lesen, nicht zu Schauspielern.
Regie: Kasteleiner/König
Regie: Gernot Grünewald
Regie: Bernd Freytag, Mark Polscher
Regie: Stephan Rottkamp
Regie: Sebastian Nübling
Regie: Philipp Preuß
Regie: Jessica Glause
Seite 97 von 248
meldungen >
- 20. April 2026 Kleist-Preis an Thomas Melle
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
neueste kommentare >
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Hingehen
-
Moskitos, Karlsruhe Kritiker gesucht
-
Süßer Vogel Jugend, Frankfurt Schauspielarrangement
-
Nach dem Leben, Nürnberg Ein Highlight
-
Deutsche Märchen, Leipzig Erfolgssträhne
-
Hermann Nitsch Danke
-
Deutsche Märchen, Leipzig Doppelerfolg
-
Thyra Uhde Tiefstes Mitgefühl
-
Wokey Wokey, München Virtiosität schlägt Inhalt
-
Frauenliebe und - sterben, Hamburg Leichte Irritation




