Ich, Uta - Thomas B. Hoffmanns Stück über das Leben der Markgräfin Uta von Ballenstedt mit Marie Nasemann in Naumburg uraufgeführt
Selbstzweifel einer schönen Frau
Hunger. Trilogie meiner Familie 3 - Luk Perceval beschließt seinen Zola-Zyklus bei der Ruhrtriennale
Eingefleischter Pessimismus
von Martin Krumbholz
Duisburg, 7. September 2017. Wenn man diesen Abend in der ehemaligen Gießerei eines Stahlwerks im Duisburger Norden sieht, in Wolldecken gehüllt, denn der "Saal" ist teilweise offen und es wird zunehmend frischer, dann denkt man auch an die Figuren, die man an derselben Stätte vor zwei Jahren schon gesehen hat, beim ersten Teil der "Trilogie meiner Familie" von Luk Perceval. Denn die zwölf Schauspieler (vom Hamburger Thalia Theater) sind dieselben: Stephan Bissmeier etwa hat damals den Doktor Pascal gespielt, einen Forscher, der Stammbäume studiert und Daten erhebt, um die Menschheit neu zu erfinden; Gabriela Maria Schmeide war die Wäscherin Gervaise, Alkoholikerin.
Medea - am Schauspiel Hannover von Tom Kühnel in Tracht gesteckt
In die Wildnis
von Jens Fischer
Hannover, 31. August 2017. Sie lebt in den surrealen Welten des Mythos. Fühlt überlebensgroß, ist betörend unfassbar in ihrem Tun und Lassen. Zum Furchteinflößen ungeheuerlich. Opfert das Leben der Liebe, ihren Vater der eigenen Freiheitslust und ihre Heimat einem Mann, der das nicht wert ist. Er betrügt, verlässt, verbannt sie. Medea öffnet die Pandorabüchse kreatürlicher Wut, ruft "Entsetzliches gestaltet sich in mir" – und tötet ihre Kinder, den Gatten und seine neue Flamme. Zumindest in der Dramatisierung des Euripides. Franz Grillparzer ist Sympathisant der Legendin und daher zurückhaltender mit den Morden. Er will zeigen, wie sie wurde, was sie ist, versucht den Menschen Medea psychologisch zu erklären. Tom Kühnel nun will zur Saisoneröffnung am Schauspiel Hannover dasselbe – nutzt aber andere Mittel und versucht den Mördermuttermythos Medea zu analysieren, indem er die Titelrolle dreifach besetzt.
Regie: Robert Schuster
Regie: Nicolas Stemann
Regie: Anna Maria Krassnigg
Regie: Anna Maria Krassnigg
Regie: Guy Cassiers & Maud Le Pladec
Regie: Tanja Krone | Gamedesign: Daniel Boy
Regie: Vegard Vinge / Ida Müller
Seite 108 von 248
meldungen >
- 20. April 2026 Kleist-Preis an Thomas Melle
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
neueste kommentare >
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Hingehen
-
Moskitos, Karlsruhe Kritiker gesucht
-
Süßer Vogel Jugend, Frankfurt Schauspielarrangement
-
Nach dem Leben, Nürnberg Ein Highlight
-
Deutsche Märchen, Leipzig Erfolgssträhne
-
Hermann Nitsch Danke
-
Deutsche Märchen, Leipzig Doppelerfolg
-
Thyra Uhde Tiefstes Mitgefühl
-
Wokey Wokey, München Virtiosität schlägt Inhalt
-
Frauenliebe und - sterben, Hamburg Leichte Irritation




