Mr. Robot - Felix Rothenhäusler adaptiert die gleichnamige Serie am Theater Bremen
Hurra, diese Welt geht unter
Wut - Mit Konzentration und Konsequenz kommt Martin Laberenz Elfriede Jelineks Text am Deutschen Theater Berlin ziemlich gut bei
Hä?...I wish I understood
von Simone Kaempf
Berlin, 26. Februar 2017. Zur Wut gehört im Leben genügend Vernunft, auf dass man sie nicht an seinen Mitmenschen auslässt. Was nicht immer gelingt. Um das umgekehrte Prinzip geht es Elfriede Jelinek: In ihrem gleichnamigen Textkonvolut dreht sie den Spieß gehörig um. Wut? Los, raus damit, Zorn auch, Liebe, Gottesliebe auch, und damit landet man auch ganz schnell beim Gotteshass. Denn kein Satz, keine Haltung, kein Gefühl, das sich in ihrem Text nicht irgendwann ins Gegenteil verkehrt, Jelinek at its best. Alles temporeich mit klagendem Furor verwoben, ein nicht abbrechender Strom. Aus dem plötzlich wieder irrlichternd helle Momente herausragen an Maß, Vernunft und Bedachtheit.
Believe Busters - Dorothea Schroeders Uraufführung von Konstantin Küsperts Stück um Religionskritik und Kritik an Religionskritik am Landestheater Tübingen
Gott und die Verdauung
von Thomas Rothschild
Tübingen, 25. Februar 2017. Während auf der Bühne von dem Vorfall in Nizza am französischen Nationalfeiertag des vergangenen Jahres die Rede war, wurde bekannt, dass ein 73jähriger in Heidelberg gestorben ist, nachdem jemand mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren war. Näher an der Realität kann Theater nicht sein. Freuen kann man sich darüber nicht. Aber Vorsicht: nach dem Stand der Dinge gibt es keinen Hinweis auf religiösen Fanatismus oder auf einen terroristischen Hintergrund für den Heidelberger Vorfall.
Ich kann nicht mehr - So behauptet René Pollesch am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, aber er kann tatsächlich ungeheuer viel
Das Bataillon der Kanarienvögel
von Stefan Schmidt
Hamburg, 25. Februar 2017. René Polleschs Theater überfordert sowieso alle. Insofern war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis mal jemand laut und deutlich sagt: "Ich kann nicht mehr!" In der neuesten Pollesch-Produktion am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ist dieser Ausruf der Verzweiflung jetzt zum Titel geworden. Bevor aber jemand argwöhnt, der Postdramatiker selbst kapituliere angesichts einer Welt, die plötzlich wieder einfache Geschichten von Gut und Böse zu erzählen scheint, sei klar gestellt: Pollesch kann sehr wohl noch. Er dreht sogar wieder richtig auf. "The show must go on!"
Regie: Julia Hölscher
Regie: Sebastian Hartmann
Regie: Armin Petras
Regie: Monika Gintersdorfer
Regie: Nicolás Espinoza und Laurène Lemaitre
Regie: Milo Rau
Regie: Bernadette Sonnenbichler
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