Hexenjagd - Tina Lanik reicht Arthur Miller am Münchner Residenztheater an die Zuschauer von heute weiter
Die Angst, dein ständiger Begleiter
von Willibald Spatz
München, 5. März 2016. Man wird hier nicht arg belästigt mit zwanghaften Aktualisierungen, man kann hier das Miller'sche Original in vollen Zügen genießen, wobei man immer wieder deutlich eine große Lust am Spektakel spürt. Die Handlung setzt ja ein, nachdem ganz Entscheidendes schon passiert ist: der nächtliche Tanz der Mädchen im Wald von Salem. Tina Lanik kann der Versuchung nicht widerstehen, das auch noch zu zeigen. Stumm sitzen die Mädchen am Bühnenrand, dann beginnen sie sich ihre Kleider aufzuknöpfen. Kurzer Black. Sie kotzen. Nächster Black. Blut vor dem Mund, Feuer lodert im Hintergrund – schönste Horrorfilmschlachthausstimmung.
Der Sturm. Lost in the Game - Jan Jochymski macht am Theater der Jungen Welt Leipzig mit Shakespeares Alterswerk auf medienkritisch
Game over
von Christian Rakow
Leipzig, 4. März 2016. Den Groll zuerst, Lob folgt noch: Es ist unsäglich, wie sich die Dramaturgien derzeit mit dem Begriff "Game" aufmunitionieren, als ginge es zum Hornberger Schießen. Das Junge DT Berlin mixte unlängst den Schulbuchklassiker Herr der Fliegen von William Golding mit dem Aufbauspiel "Minecraft" (Regie: Robert Lehniger), und wurde dafür prompt zu Microsoft Berlin eingeladen, um sich für seinen Pionier-Spirit in Sachen Game Theater feiern zu lassen.
Nachtstück - Regisseurin Barbara Frey und Komponist Fritz Hauser zeigen in Zürich stumme Grossstadtszenen
Im Mosh Pit der Melancholiker
von Christoph Fellmann
Zürich, 4. März 2016. Einmal, ein einziges Mal kommt es, dass sich die vier Damen und die vier Herren des Abends ganz eng zueinander stellen, und dann hüpfeln und ruckeln sie gemeinsam wie der traurigste Mosh Pit, den die Welt gesehen hat. Und das ist dann auch der Moment, da der sonst so gestrenge Herr am Schlagwerk so etwas wie Swing antönt, oder wenigstens eine Idee davon, wie ein tanzbarer Rhythmus klingen könnte. Eine Erinnerung daran, dass es einmal möglich war, aus seiner Haut wenn nicht gleich zu fahren, so doch heraus zu strampeln.
Regie: andcompany & Co. / Interrobang
Regie: Claus Peymann
Regie: Jan-Christoph Gockel
Regie: Stephan Kimmig
Regie: Johanna Wehner
Regie: Christopn Marthaler
Regie: Klaus Gehre
Regie: Lars-Ole Walburg
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