Das Theaterquiz 2024 - Die Lösungen
Die richtigen Antworten
Hier gibt's die Antworten zum nachtkritik.de-Theaterquiz 2024 gefettet. Für alle, die noch nicht den Expertenstatus besitzen, aber ihn suchen, führen die Links zu tiefen Quellen reichen Wissens.
Die Lösungen
Januar
Am Berliner Ensemble bringt Kay Voges ein Stück heraus, das auf Enthüllungen des Recherchenetzwerks Correctiv basiert: Es geht um einen "Geheimplan gegen Deutschland". Welcher Geheimplan ist gemeint?
- Das "D-Day"-Papier der FDP um Christian Lindner, das den Bruch mit der Ampel-Regierung vorbereitet.
- Strategien des Atlas Netzwerks, das über Lobbyarbeit und Medienkampagnen den Klimaschutz zu unterminieren sucht.
- Entwürfe aus dem Kreml für den Cyber War gegen Deutschland.
- Der auf einem Potsdamer Treffen von Rechtsextremen verhandelte Plan, Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland abzuschieben. (siehe die Nachtkritik von Esther Slevogt)
Februar
An der Berliner Volksbühne kommt der letzte Abend von René Pollesch heraus: "ja nichts ist ok". Das Bühnenbild stammt von Anna Viebrock und ist ein geschicktes Recycling. Wo war es zuvor schon einmal verwendet worden?
- In "Murx den Europäer" von Christoph Marthaler an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
- In "Und jetzt?" von René Pollesch an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
- In "Falstaff" von Guiseppe Verdi, in der Regie von Christoph Marthaler, bei den Salzburger Festspielen. (siehe den Backstagebericht von Fabian Hinrichs: Proben mit Pollesch)
- Auf dem Messestand der auf Bungalows spezialisierten Firma Viebrockhaus AG auf der Hausmesse in Kaarst.
März
Jörg Hartmann tut es. Und Caroline Peters auch. Und Lea Ruckpaul ebenso. Aber was überhaupt? Was ist diesen Schauspielstars in diesem Jahr gemeinsam?
- Sie spielen alle "Tatort"-Kommissare.
- Sie stehen gemeinsam im "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne.
- Sie treten alle in der Aktion #BerlinistKultur auf Instagram auf.
- Sie veröffentlichen alle ihr erstes Buch. (hier unsere Buchkritiken zu den Debüts von Hartmann, Peters und Ruckpaul)
April
Gemeinsam mit der Multimediakünstlerin Yael Bartana bespielt der Regisseur und Bühnenbildner Ersan Mondtag in diesem Jahr den deutschen Pavillon auf der 60. Kunstbiennale in Venedig. In seiner performativen Installation "Monument eines unbekannten Menschen" tritt ein Recke der alten Castorf-Volksbühne auf. Wer ist es?
- Henry Hübchen
- Marc Hosemann
- Mex Schlüpfer
- Frank Büttner (hier geht es zu einem Video der Performance)
Mai
Der Flaggschiff-Schauspieler des Deutschen Theaters Berlin Ulrich Matthes wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung als herausragende Persönlichkeit der deutschen Kultur geehrt. Wer hält die Laudatio für ihn?
- Schauspieler Ulrich Tukur
- Regisseurin Anne Lenk
- Der ehemalige DT-Intendant Ulrich Khuon
- Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel (unser Bericht)
Juni
Autorin Sibylle Berg nimmt im Juni eine neue Tätigkeit auf. Welche?
- Sie wird Teil der Geschäftsführung beim KI-Entwickler Aleph Alpha.
- Sie wird Mitglied im Stiftungsrat der Etherium Foundation, die die Blockchain-Technologie Ethereum fördert.
- Sie wird Europaparlamentarierin für die Satirepartei Die Partei. (unsere Meldung und ein Interview zu ihrer Kandidatur)
- Sie wird Moderatorin im "ZDF Fernsehgarten".
Juli
Im Theaterpodcast ist die Schauspielerin Lina Beckmann zu Gast, die in diesem Jahr praktisch alle erdenklichen Ehrungen für eine besondere Leistung abräumt. In welchem Stück?
- "Richard the King and the Kid" von William Shakespeare, Regie: Karin Henkel
- "Laios" von Roland Schimmelpfenning, Regie: Karin Beier (hier die Nachtkritik und der Shorty zum Theatertreffen-Gastspiel sowie die Diskussion im Theaterpodcast)
- "Die gläserne Stadt" von Felicia Zeller nach Gogol, Regie: Viktor Bodo
- "Medea*" nach Euripides, Regie: Leonie Böhm
August
Das Zürcher Theater-Spektakel sorgt mit einem besonderen Programmpunkt für ein seinem Namen angemessenes Spektakel. Was gibt es am Zürisee zu sehen?
- Nackte Akrobatinnen lassen sich in einer Choreographie von Florentina Holzinger an einem Lastenkran in schwindelerregende Höhe über den See hieven, um die Symbiose von Mensch und Maschine zu feiern. (das Foto zu der August-Frage stammt von einer Holzinger-Performance am Berliner Müggelsee 2023)
- Als Zeichen gegen die Erderwärmung haben der bildende Künstler Ólafur Elíasson und Stefan Kaegi von Rimini Protokoll ein Röhrensystem verlegt, über das hunderttausende Hektoliter Wasser aus dem See abfließen und seinen Pegelstand um etwa einen Meter absenken.
- Am Ufer liegt ein verwesender Wal als Symbol für das Artensterben in der Klimakrise. (hier der Bericht mit Kritikenrundschau)
- In einer "Die Reinwaschung" betitelten Aktion vom Zentrum für politische Schönheit werden tausende "aussteigewillige" Rechtsradikale, Identitäre und Mitlieder der rechtspopulistischen SVP im Wasser des Sees bei einer "Taufe der Demokraten", wie es heißt, "geläutert".
September
Zum Start der neuen Spielzeit hat das finanziell gebeutelte Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz und Zittau eine besondere Finanzierungsidee. Was plant das Theater?
- Es will den Namen des Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann ablegen und den Theaternamen meistbietend an Sponsoren veräußern. (hier die Meldung und die Diskussion im Theaterpodcast)
- Bislang ungespielte Autor*innen können sich für 10.000 Euro die Uraufführung ihres Textes im Großen Haus kaufen.
- Frisch Vermählte können an den Wochenenden den Görlitzer Theatersaal für ihre Hochzeitsfeier anmieten. Besonderes Bonbon: Das philharmonische Orchester spielt den ganzen Abend lang Szenen aus Felix Mendelssohn Bartholdys "Sommernachtstraum".
- Das Zittauer Haus wird zum "immersiven Casino" umgerüstet. Die komplette Spielzeit ist unter dem Motto "Rien ne va plus" Roulette-Erzählungen wie Dostojewskis "Der Spieler" gewidmet. Das Publikum soll dabei "partizipativ eingebunden" werden und darf mit realen Einsätzen nicht unter 100 Euro am Spielgeschehen teilnehmen.
Oktober
Das Performancekollektiv She She Pop bringt seinen neuen Abend "Bullshit" heraus. Überhaupt schrecken Theaterleute in diesem Jahr nicht vor derbem Wortschatz zurück. Welchen Stücktitel gab es allerdings nicht?
- Halts Maul, Kassandra!
- #Motherfuckinghood
- Fotzenschleimpower gegen Raubtierkaputtalismus
- Our Mission is to clit fun the fuck afterglow (das Motto ergab sich spontan innerhalb einer Spielsequenz der Performance "Are You With Us" zum 30. Geburtstag des Kollektivs Gob Squad)
November
Das Kunstmagazin "Monopol" kürt zur "einflussreichsten Künstlerin des Jahres" jemanden, die auch im Theater umtriebig ist. Wer ist es?
- Susanne Kennedy
- Marina Abramović
- Florentina Holzinger (die Meldung)
- Anne Imhof
Dezember
Donald Trump hat zum zweiten Mal die US-Präsidentschaft errungen. Nur vier Wochen später kommt in Hamburg ein Stück zur Uraufführung, das diesen Wahlsieg bereits verarbeitet. Welches?
- Ein Volksbürger von Nico & the Navigators
- "Generaltanz den Erzschinder" von Jonathan Meese (der Titel ist in Teilen ausgedacht)
- Die Übernahme von Clemens Bechtel & Ensemble
- "Endsieg" von Elfriede Jelinek, uraufgeführt von Falk Richter (die Nachtkritik)
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