Sie haben die Wahl!

5. bis 8. Januar 2026. Das nachtkritik-Theatertreffen präsentiert 35 Top-Stücke der Saison 2025. Welche der Arbeiten haben Sie gesehen, welche kriegen Ihre Unterstützung? Zehn Favoriten des nachtkritik-Theatertreffens 2026 werden gekürt.

Hier geht's zur Nominiertenliste und zur Abstimmung

5. Januar 2026. Wir haben unsere Korrespondent:innen und Redakteur:innen gefragt: Welche Produktion im Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 24. Dezember 2025 war die für Sie persönlich die Wichtigste? Welche Inszenierung ragte in der Spielzeit heraus?

Jede:r hatte eine Stimme, Doppelungen wollten wir nicht ausschließen, viele Stücke wurden mehrfach nominiert. Wir listen hier die 35 Nominierungen alphabetisch und nach Ländern geordnet. Wenn man die verlinkten Titel anklickt, klappen jeweils die Begründungen für die Auswahl auf.

Und nun sind Sie, liebe Leser:innen, gefragt: Welchen Nominierungen schließen Sie sich an? Welchen Produktionen wollen Sie Ihre Unterstützung geben? Am Ende dieser Seite können Sie bis 8. Januar 2026 für eine bis maximal zehn Inszenierungen stimmen.

Technischer Hinweis: Sollte der Abstimmungs-Button fehlen, kann das daran liegen, dass von einem anderen Gerät aus demselben Netz bereits votiert wurde. Von jeder IP-Nummer kann nur einmal abgestimmt werden. Theater haben oftmals nur eine gemeinsame IP-Nummer. Versuchen Sie aber bitte in jedem Fall: 1. die Seite zu erneuern, 2. einen anderen Browser zu benutzen, 3. die Cookies für die nachtkritik.de-Website zu löschen. Sobald Sie abgestimmt haben, erscheint unmittelbar die Anzeige "Sie haben bereits abgestimmt".

Das 10er-Tableau des nachtkritik-Theatertreffens 2026 wird am 9. Januar 2026 veröffentlicht.

Zur Abstimmung

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Hamburg

Hessen

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Thüringen

Österreich

Schweiz

Mehr zum Thema:

Kommentare  
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Spannende Liste
Spannende Liste! Wie vielfältig auch.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Mir fehlt...
Mir fehlt "Kein Schicksal, Klytemnästra" von Nino Haratischwili (Regie: Enrico Lübbe).
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Der große Valère Novarina
Endlich entdeckt das deutschsprachige Theater den großen Sprachkünstler Valère Novarina, 3x in 2025: in Mannheim "Rede an die Tiere", Berlin/Köln "Genesis", herausragend und in großer Besetzung Mülheim/Ruhr "Das eingebildete Tier". Ich stimme dafür!
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Potsdamer Abend fehlt
Mir fehlt „Serotonin“ aus Potsdam.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Fehlt auch
Mir fehlt "Fräulein Else" aus Wien.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Sehr schade
Sehr Schade, dass Kurdwin Ayub mit „Weisse Witwe“ nicht in die nk Liste aufgenommen wurde. Dabei inszeniert die Regisseurin eines der wichtigsten gesellschaftlich relevanten Themen!!
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Weitere Kandidaten
Für mich ist so eine Liste aber auch immer wieder spannend, sich vor Augen zu führen, wie wenig man davon so gesehen hat, ohne sein „Theaterleben“ deshalb als defizitär zu empfinden, als Signum, wie viele hochklassige Sachen es gibt.
„Foxfinder“ und „Prima Facie“ in Kiel, „Vampires Mountain“ und „Arendt“ könnten meinethalben hier auch zu stehen kommen (das Thema, daß Ewigzweite es garnicht auf so eine 35er-Auswahl hin schaffen, hatten wir bereits an anderer Stelle).
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Bochum, Wien
Mir fehlen “Fräulein Else” aus Wien und “Das große Heft” aus Bochum.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Romeo & Julia vom Resi
Hätte mit "Romeo und Julia" vom Münchner Residenztheater gerechnet. Ich weiß wirklich nicht, wann ich zuletzt eine Inszenierung auf derart hohem handwerklichen Niveau und mit so kluger, soghafter Verknüpfung verschiedener Medien und Reflexionsebenen gesehen habe. Zudem weil sie meinem Eindruck nach in der Aufführung, die ich gesehen habe, gleichermaßen die anwesenden Schulklassen wie auch das alteingesessene Münchner Theaterpublikum begeisterte. Hat mich nachhaltig beeindruckt, obwohl es weder meine Ästhetik war, noch - und das war dann vielleicht gerade der Glätte und Perfektion geschuldet - berührt hat.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Das eingebildete Tier
Ich stimme für "Das eingebildete Tier" vom TAR Mülheim
Felix Krull, Bamberg: Lieblingssatz
Diane Philibert: "Geben Sie mir noch einen Kuss, damit ich nicht wieder einschlafen muss in dem Gefühl, dass Sie mich hassen."

Mein Lieblingssatz...in der Aufführung.
Auf Seite 27. Zu Felix.
Von Paula Kläy nach Thomas Mann, inszeniert von Tamara Aijamathiesen am ETA Hoffmann Theater Bamberg 2025...und vorgestern...

Felix: "Löschen Sie das Licht beim Rausgehen."
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Leipzig
Nino Haratischwilis „Klytemnästra“ ist für mich auch der Text dieser Spielzeit. In der Inszenierung in Leipzig.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Bielefeld
Mir fehlt Reineke Fuchs vom Theater Bielefeld
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Belastbarkeitsindex
nk-Redaktion: eine Frage …

Können Sie bei den Teilnehmern auch abfragen, wie viele Inszenierungen sie gesehen haben? Das würde dem Ergebnis eine „Belastbarkeitsindex“ beisteuern … das ist fast bei keiner „Abstimmung“ dabei: nicht bei „Faust“, nicht beim Deutschen Filmpreis oder bei den Oscars … bei der TT Jury, so habe ich es verstanden, wird die Quote erhöht durch die subjektive Empfehlungen der Jurymitglieder untereinander (nach dem Motto: schau dir x an, das hätte Potential) … immerhin …
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Bielefeld fehlt immer
Lieber Bernardo,

Bielefeld fehlt immer; Kritiker verirren sich eher selten in diese Region.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Darmstadt
Als Philipp-Preuss-Fan fehlt mir natürlich der wunderbar kafkaeske "Prozess" aus Darmstadt, der leider von der Kritik viel zu wenig zur Kenntnis genommen wurde.
Ihr habt etwas verpasst!
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Mephisto, Münchner Kammerspiele
Ein Votum: Mephisto an den Münchner Kammerspielen!
IAnders als bei vielen ins Theater gebrachten Romanen – in denen oft in der dritten Person gesprochen wird – ist es Emilia Heinrich, Jette Steckel und Johanna Höhmann hier gelungen einen dialogischen dramatischen Text zu fertigen. Dieser ermöglicht dem beeindruckend spielfreudigen Ensemble eine ausdrucksstarke mitreißende Darstellung. Die unterschiedlichen Positionen und Varianten, sich im erstarkenden NS-Faschismus zu verhalten, werden so vorgeführt und in ihren Auseinandersetzung gezeigt, dass sie jeweils subjektiv nachvollziehbar sind – also jeweils eine Identifikation ermöglichen. Dies gilt selbst für den patriotisch in die NSDAP eingetretenen Hans Miklas, auch wenn er später den Verrat seiner Ideale durch die Partei bitter erkennt und noch vor seinem angedrohten Parteiaustritt ermordet wird. Diese bedeutsamen – weil folgenreichen – politischen Differenzierungen werden mikropolitisch differenziert ausgefochten und gleichzeitig z. B. im Streit um die Essweisen von Eiern von Hendrik Höfgen und seiner Frau Barbara Bruckner szenisch so gesteigert bösartig dargestellt, dass mir – mehr noch als bei ähnlichen Szenen von Loriot – das Lachen im Halse stecken blieb. Die Stärke der Inszenierung ist – neben ihrem Wechsel oder genauer ihrer oft Gleichzeitigkeit von ernsthafter politischer Analyse und bitterböser amüsanter Überzeichnung – dass sie keine platten moralinsauren Polit-Erziehungsbotschaften enthält. Hiervon haben sich die Kammerspiele in der Intendanz von Barbara Mundel inzwischen zum Glück weitgehend verabschiedet!
Laut der Dramaturgin Theresa Schlesinger wird in der Bühnenfassung nur der Originaltext des Romans verwendet, abgesehen von wenigen eingefügten Parolen der AFD, z. B. beim Text des „Ministerpräsidenten“: „Die Vermittlung deutscher Nationalität war von Beginn an Aufgabe des deutschen Theaters.“ „Kunst, die den staatlichen Geldsegen braucht, um überhaupt erst zu existieren, die Kunst, die mit der Subvention steht und fällt, lohnt nicht der Förderung. Kunst und Kultur aus dem Volk für das Volk.“
Anders als in der oscarprämierten Roman-Verfilmung von István Szabó mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle richtet die brillante Inszenierung von Jette Steckel den Fokus mehr auf die politischen Verhältnisse und ihr unterschiedlichen Antwort- bzw. Verhaltensmöglichkeiten im aufziehenden Faschismus als auf die Zeichnung eines individuelle Psychogramms von Hendrik Höfgen/Gustav Gründgens. Hierin folgt sie der Aussage Klaus Manns: „Hier handelt es sich um kein ‚Portrait‘, sondern um einen symbolischen Typus.“ Wer dennoch an einer Zuordnung zu den historischen Personen interessiert ist, findet diese in: https://de.wikipedia.org/wiki/Mephisto_(Roman)#cite_note-2
Überzeugend ist auch, dass die zugespitzte Bühnenfassung die Handlungen konsequent in den Schauplatz Theater verlegt. Die MK reflektieren und positionieren sich hiermit in ihrer politischen Verantwortung als Theater. Begleitet wird dies von den bereits 2021/22 aufgenommenen Recherchen zur Geschichte der MK und ihrer Mitarbeiter:innen in der NS-Zeit (MK-Homepage zu „Mephisto“), vielen Veranstaltungen zum grassierenden Antisemitismus und den noch gespielten Inszenierungen „Fremd“, „Zeit ohne Gefühle“ und „Play Auererbach“. Die ehemalige Kammerspielschauspielerin Therese Giehse, mit der sich die MK umfangreich befasst haben, stellt mit ihrem 1932 zusammen mit Erika und Klaus Mann gegründeten Kabarett „Die Pfeffermühle“ geradezu einen Gegenentwurf zur opportunistischen NS-Karriere von Gustav Gründgens dar.
Die Schauspiel-Varianten, die Thomas Schmauser hier zum Besten gibt, verkörpert den von Klaus Mann erzählten Hendrik Höfgen alias Gustav Gründgens phänomenal. Neben seinen hervorragenden Leistungen in vielen anderen Inszenierungen der MK, insbesondere in „Die Freiheit einer Frau“, ist es angemessen, dass er für seinen „Mephisto“ drei hochkarätige Auszeichnungen erhalten hat.
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Nürnberg
wenn ihr schon freundlicherweise ein stück aus nürnberg nominiert, warum dann das einfallsarme „heilig blut“ aus der gloger-phase ?

ihr habt doch „kleiner mann, was nun ?“ gesehen und besprochen - und das war die mit abstand beste inszenierung seit langem in nürnberg !

(incl. der prolo-hüpfburg von rieke süßkow)

___________________________________________________________

(Danke für Ihre Anmerkung. Unsere Kritiker*innen vor Ort entscheiden, welche Inszenierung sie vorschlagen. So kommt das Panorama zustande, ohne inhaltliche Steuerung durch die Redaktion. Herzliche Grüße von Elena Philipp für die Redaktion)
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Fragen an die Redaktion
1. Das nachtkritik-Theatertreffen wurde einst erfunden und eingeführt als Korrektiv zum "offiziellen" Theatertreffen. Inzwischen besteht deren Jury mit einer Ausnahme aus Mitarbeiter*innen der nachtkritik. Welche Konsequenzen hat das für Funktion und Verfahren der konkurrierenden Theatertreffen?
2. Wird bei der Auszählung der Stimmen, und wenn ja, wie, berücksichtigt, wie oft und in Sälen welcher Größe die vorgeschlagenen Inszenierungen gezeigt wurden? Ist anzunehmen, dass die potentiellen Wähler innerhalb von 4 Tagen erreicht werden?
3. Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, ist es ziemlich wurscht, was wem fehlt.

__________________

> Lieber Thomas Rothschild,

Ihre Fragen sind gar nicht so leicht zu beantworten, aber ich versuche es.

1) Das nachtkritik-Theatertreffen ist ein bisschen von allem: breiter Radar, Korrektiv, in Teilen auch "Vorglühstufe" fürs Berliner Theatertreffen. Es gibt in der Regel viele Überschneidungen mit der Longlist des Berliner Theatertreffens, aber eben auch Hits abseits davon. Schließlich lautet bei uns die Frage, was in den unterschiedlichsten Regionen unseren Autor*innen als besonders auffiel. Der Vergleich zwischen diversen Abenden, wie ihn die tt-Jury in ihren Diskussionen und der Erstellung des 10er-"Tableaus" anstrebt, ist nicht unser Punkt.

Da unser Interesse individuell ausgerichtet ist, wirken sich auch die personellen Überschneidungen zwischen unserem Autor*innenstamm und der tt-Jury lediglich individuell aus. Nicht alle Jurymitglieder geben auf unsere Anfrage hin ihr Votum bei uns ab (weil sie ihre tt-Favoriten nicht preisgeben wollen), viele aber tun es, wohl wissend, dass eine tt-Juryauswahl ja ein quasi parlamentarischer Aushandlungsprozess ist, in dem man nicht immer mit seinen je eigenen Positionen durchkommt. Warum sollte man also beim nachtkritik-Theatertreffen verheimlichen, wofür man stünde, wenn man ganz allein kuratieren könnte?

2) Die Größe der Spielstätten und die Zahl von Aufführungen wird beim Abstimmungsergebnis nicht eingerechnet. Das würde unsere Kapazitäten sprengen. Das nachtkritik-Theatertreffen ist eine Mobilisierungswahl. Die Fan-Bindung zählt. In den letzten Jahren haben wir durchaus auch den David-gegen-Goliath-Faktor beobachtet: dass manche kleinere Produktionen sich ziemlich gut gegen "die Großen" behaupten konnten. Bei St. Pauli gegen Bayern weiß man ja auch, auf welcher Seite man steht. Ich zumindest.

3) Die Frage, was fehlt, finde ich persönlich gar nicht wurscht. Für mich erweitern die Ergänzungen in den Kommentaren den Horizont wunderbar.

Christian Rakow für die nachtkritik-Redaktion
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Dank an die Redaktion
Lieber Herr Rakow,
vielen Dank für Ihre ausführliche Information vom 06.01.26, 11:38 h! So kann ich auch mehr nachvollziehen.
Insgesamt möchte ich rückmelden, dass ich alle Redakteur:innen in Ihren Antworten und Erklärung als sehr wertschätzend und den Diskurs konstruktiv fördernd gelesen/erlebt habe. Dafür und für Ihre TOP-Engagement als Redaktion vielen Dank.
Wenn es nachtkritik nicht gäbe, würde mir/uns viel fehlen.
Mit theaterliebenden Grüßen
Andreas Peteranderl
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Mephisto fehlt
Zum Bedauern Vieler wurde "Mephisto" - Münchner Kammerspiele nicht in Ihre Vorschlags - Liste aufgenommen. Ein wenig unverständlich -
da bereits zwei Produktionen der Münchner Kammerspiele vorgeschlagen wurden, "Mephisto" als Dritte zu benennen -wäre dies eventuell schwer vertretbar gewesen ?
- diese Vermutung - ist sie nachvollziehbar ? beste Grüsse SWH
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Sogar verständlicher
# 21

Das ist ja gerade der Gag, daß es dadurch verständlicher wird, wenn zwei ebenbürtige Produktionen eines Hauses existieren (das meinte ich mit den Ewigzweiten in meinem Kommentar 7), daß die dritte möglicherweise bei allen auf Platz 2 steht und somit nicht in der Liste auftaucht. Beim realen TT würde eine Produktion, die überall auf 2 genannt wird, so mag es dann ja auch mit „Serotonin“ in Potsdam beispielsweise gehen, und so könnte es auch dem „Mephisto“ natürlich widerfahren, vermutlich kaum fehlen, sondern als zweite von 10 locker dabei sein..
nachtkritik-Theatertreffen 2026: Long(er)List-Reisen
Bei den Longlist- oder Longerlist (Abende, die qua Besprechung im Handlungsreisen-Kalender) - Abenden käme ich dann schon eher auf zehn realistische Termine: „Krieg und Frieden“ in Magdeburg, Charly Hübners Regiedebüt , beispielsweise läuft noch, auch das nicht in der 35er-Auswahl eingegangene „Späti Paradies“ von Julia Hendes läuft noch und interessiert mich
(Neue Bühne Senftenberg); aber erst einmal geht es zum Longerlist-TT-Geheimfavoriten nach Potsdam, ... wenn das Wetter es erlaubt, sonst gibt es vielleicht eine andere „Schneesturm“-Inszenierung..
Kommentar schreiben