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Begriff Definition
Bürk, Barbara

Barbara Bürk, 1965 in Köln geboren, ist Regisseurin.

1986 bis 1989 Regiestudium an der Theaterakademie Spielstatt Ulm. Von 1989 bis 1993 war sie Schauspielerin in der Gruppe von Ivan Stanev. Nachdem sie in verschiedenen Filmproduktionen an der Filmhochschule in Berlin (DFFB) sowie an der Musiktheaterproduktion "Die Wiederholung" von Heiner Goebbels am TAT in Frankfurt/Main mitgewirkt hatte, war Bürk von 1995 bis 1998 als Regieassistentin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg tätig. Inszenierungen in Hamburg, am Theaterhaus Stuttgart, Theater Basel, Schauspiel Hannover, Staatsschauspiel Dresden. Ihre Inszenierung "Hotel Paraiso" von Lutz Hübner, dessen Stücke sie immer wieder inszeniert und zur Uraufführung bringt, wurde 2005 zum Theatertreffen eingeladen. 2012 erhielt sie den Faust-Theaterpreis für ihre Inszenierung "Alice im Wunderland", die für die Jugendsparte des Deutschen Schauspielhaus Haumburg entstand. Ihre, gemeinsam mit Clemens Sienknecht am Deutschen Schauspielhaus Hamburg erarbeitete Inszenierung Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie wurde 2016 zum Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Barbara Bürk:

Geisterfahrer (UA) am Schauspiel Hannover (9/2008)

Frau Müller muss weg (UA) am Staatsschauspiel Dresden (1/2010)

Kleiner Mann, was nun am Staatsschauspiel Dresden (1/2011)

Eine Familie am Hans Otto Theater Potsdam (6/2011)

Was tun (UA) am Staatsschauspiel Dresden (10/2012)

Wellen (UA) am Hans Otto Theater Potsdam (3/2013)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Staatsschauspiel Dresden (11/2013)

Hans im Glück am Schauspielhaus Bochum (4/2015)


Siehe auch: Lutz Hübner, Clemens Sienknecht

Burundi

Burundi. Seit der Gründung im Mai 2007 berichtet nachtkritik.de in "Theaterbriefen" in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums.

Theaterbriefe aus Burundi:

Clemens Bechtel über das Theaterfestival "Buja Sans Tabou" in der Hauptstadt Bujumbura (15.04.2015)

Calis, Nuran David

Nuran David Calis, eigentlich Çalış, wurde 1976 in Bielefeld geboren und arbeitet als Theater- und Filmregisseur sowie als Drehbuchautor und Dramatiker.

Der Sohn armenisch-jüdischer Eltern aus der Türkei studierte an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule Regie und arbeitete an den Münchner Kammerspielen und am Schauspielhaus Zürich als Regieassistent. Sein erstes Theaterstück "Urbanstorys" (2005) schrieb Calis zusammen mit Jugendlichen aus Hannover. "Dogland", "Schwarz" und "Einer von uns" folgten. 2008 erschien der von ihm nach einem eigenen Drehbuch erarbeitete Film "Meine Mutter, mein Bruder und ich!" in den Kinos.

2007 schrieb Calis eine Neufassung von Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", die er am Schauspiel Hannover inszenierte und damit überregional Beachtung fand. 2008 übertrug er die Inszenierung ans Grillo-Theater Essen und ans Düsseldorfer Schauspielhaus; die Düsseldorfer Inszenierung erhielt 2009 den Bensheimer Theaterpreis für die beste Ensemble-Leistung. Im Jahr 2009 folgte eine unter seiner Regie entstandene Fernsehfassung für den ZDF-Theaterkanal. 2016 erhält er einen Förderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz.

Nachtkritiken zu Inszenierungen und Stücken von Nuran David Calis:

Kabale und Liebe am Schauspiel Hannover (2/2008)

Stunde Null (auch als Autor) am Schauspiel Köln (4/2008)

Einer von uns (auch als Autor) am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (11/2008)

Krankheit der Jugend (auch die Fassung) im Grillo-Theater Essen (2/2009)

Romeo und Julia (auch die Fassung) am Maxim Gorki Theater (4/2009)

Peer Gynt (auch die Fassung) am Staatsschauspiel Dresden (12/2009)

Schattenkinder (auch als Autor) am Deutschen Theater Berlin (5/2010)

Next Generation (auch als Autor) am Schauspielhaus Bochum (10/2010)

Zoff in Chioggia am Schauspielhaus Bochum (1/2012)

Der Auftrag / Zone am Staatstheater Stuttgart (4/2012)

Tee im Harem des Archimedes am Deutschen Theater Berlin (2/2014)

Die Jüdin von Toledo am Staatsschauspiel Dresden (4/2014)

Die Lücke am Schauspiel Köln (6/2014) (mit dem Kurt-Hackeberg-Preis ausgezeichnet)

Baal am Schauspiel Leipzig (6/2015)

Brennpunkt: X am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken (6/2015)

Glaubenskämpfer am Schauspiel Köln (2/2016)

Die vierzig Tage des Musa Dagh am Residenztheater München (5/2016)

Gold bei den Nibelungenfestspielen Worms (7/2016)

Kuffar. Die Gottesleugner am Deutschen Theater Berlin (12/2016)

Istanbul am Schauspiel Köln (5/2017)

Andere Beiträge zu Nuran David Calis:

Meldung vom 6. Juli 2017 – Regisseur und Autor Nuran David Calis erhält den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2017

Carp, Peter

Peter Carp, 1955 in Stuttgart geboren, ist ein Regisseur und Intendant.

Carp wuchs in Hamburg auf und studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften, Publizistik und Medizin in Hamburg und Berlin. In den 80er Jahren war er Dramaturg an der Berliner Freien Volksbühne unter Hans Neuenfels und begann in dieser Zeit auch mit ersten Regiearbeiten. In der Folge war er als freier Regisseur an deutschsprachigen Theatern tätig. Von 2004 bis 2007 war er Schauspieldirektor des Luzerner Theaters, seit August 2008 ist er Intendant des Theaters Oberhausen und musste in dieser Funktion sein Theater bereits gegen Schließungsvorschläge aus der Politik verteidigen. Mit der Spielzeit 2017/18 soll er Intendant des Theaters Freiburg werden.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Peter Carp:

Altweibersommer am Theater Oberhausen (1/2009)

Der Engel von Sibiu am Theater Sibiu / Theater Oberhausen (3/2011)

Winterreise am Theater Oberhausen (11/2011)

Die Schutzbefohlenen (3/2015)

Raketenmänner am Theater Oberhausen (9/2015)

GB84 am Theater Oberhausen (11/2016)

Andere Beiträge zu Peter Carp:

Meldung: Oberhausener Intendant Peter Carp gegen Schließung seines Theaters (1/2010)

Meldung: Offener Brief: Theatermacher fordern veränderte Asylpolitik (7/2014)

Meldung: Peter Carp soll Intendant in Freiburg werden (7/2015)

Meldung: Ruhrgebiets-Theater gründen Netzwerk (9/2015)

Meldung: Peter Carp wird Intendant in Freiburg (10/2015)

Castellucci, Romeo

Romeo Castellucci, 1960 in Cesena (Italien) geboren, ist Regisseur.

Er studierte Bühnenbild und Malerei an der "Accademia di belle arti" in Bologna. Seine Theaterarbeiten sind stark von der Bildenden Kunst geprägt. Gemeinsam mit Claudia Castellucci und Chiara Guidi gründete er 1981 die Theatercompagnie Socíetas Raffaello Sanzio – benannt nach dem Renaissancekünstler Raffaello Sanzio, besser bekannt als Raffael, Schöpfer u.a. der Sixtinischen Madonna. Castellucci ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Regisseure Italiens und steht für überwältigungsästhetisches Bildertheater.

2008 war Castellucci Artiste Associé des Festival d'Avignon. 2012 löste seine Inszenierung "Sul concetto di volto nel figlio di Dio" ("Über das Konzept des Gesichts des Gottessohns") bei Gastspielen in Italien, Frankreich und Berlin Protest bei Vertretern der katholischen Kirche aus.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Romeo Castellucci:

Hey Girl! beim Festival d'Avignon (7/2007)

Inferno/Dante I beim Festival d'Avignon (7/2008)

Purgatorio/Dante II beim Festival d'Avignon (7/2008)

Storia contemporanea dell'Africa. Vol. III beim Festival euro-scene in Leipzig (11/2008)

Folk. bei der Ruhrtriennale (8/2012)

The Four Seasons Restaurant bei Festival Foreign Affairs der Berliner Festspiele (10/2012)

Hyperion. Briefe eines Terroristen beim F.I.N.D.-Festival der Schaubühne Berlin (3/2013)

Le Sacre du Printemps bei der Ruhrtriennale (8/2014)

Ödipus der Typrann an der Berliner Schaubühne (3/2015)

La Passione an der Staatsoper Hamburg (4/2016)

Link:

www.raffaellosanzio.org

Castorf, Frank

Frank Castorf, geboren am 17. Juli 1951 in Berlin, ist seit 1992 Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Regisseure.

Nach einer Ausbildung bei der Deutschen Reichsbahn studierte er Theaterwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Zunächst arbeitete er als Dramaturg in Senftenberg, war dann Regisseur am Stadttheater Brandenburg und wurde 1981 Oberspielleiter in Anklam, wo 1984 seine Inszenierung von Bertolt Brechts "Trommeln in der Nacht" auf Druck der SED-Kreisleitung abgesetzt wurde.

Seit 1992 leitet er die Berliner Volksbühne, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2004 war er, für eine Saison, künstlerischer Leiter der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Zum Wagner-Jahr 2013 übernahm er die Neuinszenierung des "Rings der Nibelungen" von Richard Wagner für die Bayreuther Festspiele. Mit seinen Arbeiten war Castorf mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Seine Münchner "Baal"-Inszenierung nach Bertolt Brecht aus dem Januar 2015 mit vielen Fremdtexten mündete in einen Urheberrechtsstreit vor Gericht.

Die Entscheidung des Berliner Senats, Frank Castorfs Vertrag als Intendant der Volksbühne nicht über den Sommer 2017 hinaus zu verlängern und das Haus an Chris Dercon, den damaligen Chef-Kurator der Londoner Tate Modern Gallery zu übergeben, führte im Frühjahr 2015 zum erbittert ausgetragenen Berliner Theaterstreit. 2016 wurde er mit dem Nestroy-Preis für sein Lebenswerk geehrt.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Frank Castorf:

Schwarzer Engel, Deutschland-Premiere beim Festival Theaterformen in Hannover (6/2007)

Nord bei den Wiener Festwochen/Volksbühne Berlin (6/2007)

Emil und die Detektive an der Volksbühne Berlin (12/2007)

Fuck off, America an der Volksbühne Berlin (2/2008)

Maßnahme/Mauser an der Volksbühne Berlin (3/2008)

Hunde oder Reichtum ist die Kotze des Glücks im 3. Stock der Volksbühne Berlin (9/2008)

Kean an der Volksbühne Berlin (11/2008)

Amanullah Amanullah im Prater der Berliner Volksbühne (4/2009)

Medea in der Agora der Volksbühne Berlin (6/2009)

Ozean an der Volksbühne Berlin (11/2009)

Der Hofmeister im Zürcher Schauspielhaus (1/2010)

Die Soldaten an der Berliner Volksbühne (2/2010)

Nach Moskau! Nach Moskau! im Mossowjet-Theater Moskau (5/2010)

Das Badener Lehrstück vom Einverständnis an der Volksbühne Berlin (6/2010)

Der Kaufmann von Berlin an der Volksbühne Berlin (11/2010)

Die schwarze Spinne. Pilatus' Traum am Zürcher Schauspielhaus (1/2011)

Der Spieler bei den Wiener Festwochen/Volksbühne Berlin (6/2011)

Kasimir und Karoline am Residenztheater München (10/2011)

Die Marquise von O. an der Volksbühne Berlin (3/2012)

Amerika am Schauspielhaus Zürich (4/2012)

Der Geizige an der Volksbühne Berlin (6/2012)

Die Wirtin an der Volksbühne Berlin (11/2012)

Das Duell an der Volksbühne Berlin (3/2013)

Das Rheingold bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Die Walküre bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Siegfried bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Götterdämmerung bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Reise ans Ende der Nacht am Residenztheater München (10/2013)

La Cousine Bette an der Volksbühne Berlin (12/2013)

Die Krönung Richards III. am Burgtheater Wien (3/2014)

Baumeister Solness an der Volksbühne Berlin (5/2014)

Kaputt an der Berliner Volksbühne (11/2014)

Baal am Residenztheater München (1/2015)

Pastor Ephraim Magnus am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (3/2015)

Die Brüder Karamasow bei den Wiener Festwochen (5/2015) und an der Berliner Volksbühne (11/2015)

Tschewengur am Staatsschauspiel Stuttgart (10/2015)

Judith an der Berliner Volksbühne (1/2016)

Die Abenteuer des guten Soldaten Svejk im Weltkrieg am Münchner Residenztheater (4/2016)

Die Kabale der Scheinheiligen an der Berliner Volksbühne (5/2016)

Faust an der Staatsoper Stuttgart (10/2016)

Faust an der Berliner Volksbühne (3/2017)

Ein schwaches Herz an der Berliner Volksbühne (6/2017)

 

Weitere Beiträge zu Frank Castorf:

Presseschau: Frank Castorf teilt im Spiegel-Interview gegen Bayreuth aus und denkt über Vertragsverlängerung nach (7/2014)

Presseschau: Christine Dössel trifft den "Ring"-Regisseur Frank Castorf im Bayreuther Wirtshaus (8/2014)

Presseschau: Frank Castorf über die Lauheit von Berlin und die Zukunft der Volksbühne mit oder ohne ihn (9/2014)

Streit ums Urheberrecht – Beobachtungen vom Prozess des Suhrkamp-Verlags gegen das Münchner Residenztheater wegen Frank Castorfs "Baal"-Inszenierung (2/2015)

Presseschau: Regisseur Leander Haußmann fragt nach dem Münchner Castorf-Prozess: Was haben Autoren am Theater zu suchen? (2/2015)

Presseschau: Frank Castorf im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten und mit der Stuttgarter Zeitung über totalitäre Kunst, Bert Neumann und die Nach-Volksbühnen-Zeit (10/2015)

Presseschau: Die Berliner Zeitung interviewt die Regisseurin und Brecht-Erbin Johanna Schall (10/2015)

Meldung: Großer Kunstpreis Berlin 2016 an Frank Castorf  (1/2016)

Magazinrundschau: Gespräche mit einer konsensfreundlichen Barbara Kisseler, einem konsensfeindlichen Frank Castorf und mit Thomas Ostermeier (2/2016)

Kolumne: Experte des Monats – Frank Castorf, Experte für Konsenshass (2/2016)

Meldung: Appell von 37 Theaterleiter*innen für Erhalt der Ku'Damm-Bühnen (2/2016)

Presseschau: Frank Castorf spricht in der Süddeutschen Zeitung über die Harmlosigkeit des aktuellen Theaters und das Ende seiner Volksbühnen-Zeit (4/2016)

Presseschau: Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner gratuliert Frank Castorf zum Geburtstag und räumt Kommunikationsfehler bei der Ernennung seines Nachfolgers Chris Dercon ein (6/2016)

Volksbühnen-Debatte: Nachtkritiker*innen sagen, warum die Diskussion ums Haus am  Rosa-Luxemburg-Platz sie (nichts) angeht (6/7 2016)

Kommentar: Tim Renners Geburtstagsgrüße an Frank Castorf – Inmitten der Debatte um die Zukunft der Volksbühne lässt sich Tim Renner zu pikanten Fantasien hinreißen (7/2016)

Blog: Der Streit um die Volksbühne verwüstet die Theaterlandschaft (7/2016)

Meldung: Frank Castorf erhält Nestroy-Preis für sein Lebenswerk (9/2016)



Siehe auch: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Bert Neumann, Baal-Urheberrechtsstreit

Cathomas, Bruno

Bruno Cathomas, geboren 1965 in Laax im Schweizer Kanton Graubünden, ist Schauspieler und Regisseur.

Nach einer Schlosserlehre absolvierte Cathomas in Zürich ein Schauspielstudium. Von 1992 bis 1997 gehörte er zum Ensemble der Berliner Volksbühne, nach 2002 war er an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin engagiert. Von 2009 bis 2010 gehörte er dem Ensemble des Thalia Theaters Hamburg an. Inszwischen arbeiter Cathomas am Schauspiel Köln. Cathomas ist auch ein erfolgreicher Filmschauspieler. Sein Debüt als Theaterregisseur gab er 2003 am Berliner Maxim Gorki Theater mit Fausto Paravidinos Stück "Peanuts".

Nachtkritiken zu Inzenierungen von und mit Bruno Cathomas:

Gespenster an der Schaubühne Berlin (2/2007)

Im Ausnahmezustand an der Schaubühne Berlin (11/2007)

Der Kirschgarten an der Schaubühne Berlin (1/2008)

Macbeth am Züricher Schauspielhaus (3/2008)

Anatol an der Schaubühne Berlin (11/2008)

Macbeth am Theater Chemnitz (Regie) (3/2009)

Die Welt ist groß und Rettung lauert überall bei den Salzburger Festspielen (8/2009)

Die Marx-Saga am Thalia Theater Hamburg (10/2009)

Andersen. Trip zwischen den Welten am Thalia Theater Hamburg (3/2010)

Die Krönung der Poppea am Thalia Theater Hamburg (10/2010)

Was ihr wollt am Thalia Theater Hamburg (11/2010)

Romeo und Julia am Hans Otto Theater Potsdam (Regie) (1/2011)

Die Zeit der Besessenen am Thalia Theater Hamburg (3/2011)

Macbeth auf der Ruhrtriennale in Gladbeck (9/2011)

Quichote. Trip zwischen Welten am Thalia Theater Hamburg (1/2012)

Fuck your Ego am Thalia Theater Hamburg (4/2012)

Platonow am Thalia Theater Hamburg (9/2012)

Ein Sommernachtstraum am Thalia Theater Hamburg (11/2012)

Don Giovanni. Die letzte Party am Hamburger Thalia Theater (1/2013)

Amerika am Schauspiel Köln (12/2013)

Der Kaufmann von Venedig am Schauspiel Köln (2/2014)

Ulysses am Berliner Ballhaus Ost (5/2014)

Das Käthchen von Heilbronn am Schauspiel Köln (10/2014)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Schauspiel Köln (10/2015)

Troilus und Cressida am Schauspiel Köln (2/2016)

Ein Volksfeind  am Schauspiel Köln (5/2016)

Charaux, Nicolas

Nicolas Charaux, 1982 in Lunéville/Frankreich geboren, ist Theaterregisseur.

Charaux studierte Literaturwissenschaft an der Universität von Tours und Schauspiel am Conservatoire d’Art dramatique ebenfalls in Tours. Seit 2009 lebt Charaux in Wien und studierte Regie am Max Reinhardt Seminar, das er mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft abschloss.

Seine Diplominszenierung "Die Affäre Rue de Lourcine" von Eugène Labiche wurde zum Körber Studio Junge Regie 2014 am Thalia Theater in Hamburg eingeladen. Im selben Jahr erhielt er für seine Inszenierung von Walter Kappachers "Der Abschied" den Young Directors Award der Salzburger Festspiele.

nachtkritiken zu Inszenierungen von Nicolas Charaux:

Der Abschied bei den Salzburger Festspielen (8/2014)

Victor oder Die Kinder an der Macht am Berliner Ensemble (2/2016)

Über meine Leiche am Burgtheater Wien (11/2016)

Das Schloss am Münchner Volkstheater (1/2017)

Chétouane, Laurent

Laurent Chétouane, geboren 1973 in Soyaux (Frankreich), ist Regisseur.

Er absolvierte zunächst ein Ingenieursstudium, bevor er Theaterwissenschaft an der Sorbonne in Paris und Theaterregie in der Klasse von Hans Hollmann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main studierte. Chétouane realisiert regelmäßig Sprechtheater-Inszenierungen an führenden deutschen Stadttheaterbühnen wie auch im Off-Theater. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine große Ruhe, eine fast statuarische Langsamkeit der Spieler und einen hoch konzentrierten, deklamatorischen Vortragston aus. Eine intensive Arbeitsbeziehung verbindet ihn mit dem Schauspieler Fabian Hinrichs.

Seit 2006 arbeitet Chétouane parallel an Projekten mit Tänzern. 2008 war er der Hauptpreisträger des NRW-Festivals 'Favoriten 08-Theaterzwang'.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Laurent Chétouane:

Tanzstück #2 in den Sophiensaelen Berlin (12/2007)

Empedokles // Fatzer am Schauspiel Köln (2/2008)

Faust II am Deutschen Nationaltheater Weimar (3/2008)

Faust I am Schauspiel Köln (10/2008)

Dantons Tod am Schauspiel Köln (1/2010)

Nora oder Ein Puppenheim (Et Dukkehjem) beim Internationalen Ibsenfestival Oslo (8/2010)

Publikumsbeschimpfung am Theater Neumarkt Zürich (10/2010)

Das Erdbeben in Chili am Schauspiel Köln (1/2012)

Sacré Sacre du Printemps bei der Ruhrtriennale (9/2012)

15 Variationen über das Offene bei Tanz im August im HAU Berlin (8/2013)

Antigone am Staatsschauspiel Stuttgart (1/2015)

Considering im HAU Berlin (5/2015)

Khaos im HAU Berlin (11/2016)

Andere Beiträge zu Laurent Chétouane:

Meldung: Schlingensief-Gastprofessur in Bochum an Laurent Chétouane (4/2016)



Link:

www.laurentchetouane.com

China

Immer wieder werden theatrale Exkursionen nach China unternommen. William Yangs Foto-Dokumentations-Performance China war im Juli 2008 beim Festival Theater der Welt in Halle zu sehen. Im April 2008 stülpte Gesine Danckwart mit Ping Tan Tales ihren Reisekoffer in den Berliner Sophiensaelen aus. Das Stück In die Mitte des Himmels des chinesischen Autors Duo Duo wurde im März 2009 am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt. Und Kevin Rittberger schlug in seinem Schauspiel Fast Tracking oder der Tod der Kunqu-Oper, das er im November 2008 am Hamburger Schauspielhaus selbst inszenierte, den Bogen von der Tradition der chinesischen Oper bis ins heutige China.

Im Redaktionsblog wies Simone Kaempf im Februar 2009 auf den Blog Shenzen Noted von Mary Ann O'Donnell hin, eine der beiden LeiterInnen der Gruppe "Fat Bird Theatre" in Shenzhen, deren Texte helfen können, China ein bisschen besser zu verstehen. Gegen dessen Menschenrechtspolitik protestierte im Juli 2008 Frankreichs Starregisseurin Ariane Mnouchkine, die mit drei kurzen, von ihrem Théâtre du Soleil in Zusammenarbeit mit chinesischen Dissidenten produzierten Videos zum Boykott der Olympischen Spiele aufrief. Im April 2014 inszenierte der Regisseur Max Claessen in Münster die Uraufführung von Fräulein Hallo und der Bauernkaiser des 2011 nach Deutschland emigrierten Autoren Liao Yiwu.

 

Nachtkritiken zu Stücken chinesischer Autoren oder Regisseure:

Totally Happy, Regie: Tian Gebing an den Münchner Kammerspielen (10/2014)