Durch und durch Schauspieler

von Mirja Gabathuler

Basel, 16. Januar 2020. "Julien - Rot und Schwarz"? Was die Optik des Abends betrifft, herrschen eher pudriges Rosa, Pomp und Seidenglanz vor. Auf einer drehenden Bühne sind mehrere Gemächer mit verschnörkelter Tapete angeordnet – wie Guckkästen wirken sie. Dazwischen enge Gänge und viele Türen, von denen kaum eine nach Draußen führt. Als wären die Figuren verhaftet in diesem um sich selbst kreisenden Puppenhaus.

Walser im kalten Niemandsland

von Claude Bühler

Basel, 13. Dezember 2019. Er musste es wohl loswerden. In nur sechs Wochen verfasste Robert Walser 1907 seinen Roman über seine mehrmonatige Anstellung und Leidenszeit als Gehilfe des Ingenieurs Carl Dubler. Geschildert wird schweizerisches tägliches Leben. Wie die innerfamiliären Spannungen steigen, weil Dubler (im Roman: Tobler) für seine skurrilen Erfindungen keine Geldgeber findet. Noch bevor er Konkurs geht und die Familie auseinanderbricht, hatte Walser das Haus bereits verlassen. Der Roman besticht durch die präzis in ihren Ambivalenzen vorgestellte Titelfigur mit ihren Mühen zwischen Feigheit, gutem Willen und Aufrichtigkeit, im emotionalen Handgemenge der Verhältnisse und Eindrücke, zu sich selber zu kommen.

Misogyne Störgeräusche

von Mirja Gabathuler

Basel, 16. November 2019. "Ein wunderbarer Tag für einen Museumsbesuch!" ist ein Satz, den man auf einer Theaterbühne nicht unbedingt erwarten würde. In Sibylle Bergs Stück "In den Gärten oder Lysistrata Teil 2", uraufgeführt am Theater Basel, fällt er gleich zu Beginn.

Männlicher Todestrieb

von Claude Bühler

Basel, 18. Oktober 2019. Draussen vor dem Theater Basel demonstrieren Kurden gegen den Überfall türkischer Soldaten auf Nordsyrien, drinnen erhält man eine Vorstellung, wie junge Männer auch ohne Dienstpflicht dazu kommen, sich zu Folter- und Tötungswerkzeugen zu machen. Der Basler René Schüpbach war Scheidungskind, Bettnässer, als "Verdingbub" auf mehreren Bauernhöfen, Anstaltsinsasse. Als 17-Jähriger floh er aus seinen verzweifelten Lebensverhältnissen in die Fremdenlegion nach Algerien. 

Plädoyer für die unglücklich Liebenden

von Claude Bühler

Basel, 27. September 2019. Das Theater Basel hat seinen ersten Renner der Saison. Sollte der Geist des dänischen Dichters Hans Christian Andersen über der Großen Bühne geschwebt haben, so dürfte er doppelt beglückt gewesen sein: dass ein Erwachsenen-Publikum seinem Märchen "Die kleine Meerjungfrau" jubelnd stehenden Applaus spendete; dass Autor Jan Dvorak und Regisseur Philipp Stölzl für den eitlen Dichter eine wohlwollende Figurenskizze schufen; dass sie für die unglücklich Liebenden wie ihn mit einem farbenprächtigen und bildgewaltigen Breitleinwand-Theaterspektakel aus Oper, Schauspiel und Tanz ein überwältigendes Plädoyer führten.

Gefangen im Loop

von Claude Bühler

Basel, 29. Mai 2019. "Wir leben alle in einem endlichen Gebäude. Aber wir tun trotzdem alles so, als lebten wir unendlich lange", umriss er kürzlich in einem Interview sein Kern-Dilemma, das er auch in mehreren anderen Stücken zeigte: der kindliche Rückzug in selbstvergessene Spiele und hartnäckig wiederholte Abläufe, während die Vergänglichkeit unerbittlich voranschreitet. Mit "Radio Requiem" hat Thom Luz dafür nun eine vollendete Realisation gefunden – und im stillgelegten, alten Radio Studio Basel, das nach 80 Jahren abgerissen wird, ein Biotop, das seiner künstlerischen Sprache in allem zudient.

Lass mich ein Weib sein!

von Claude Bühler

Basel, 11. April 2019. Es gibt das laute Theater des Ausagierens, des Schreis, der Dezibel-Gewalten aus dem Lautsprecher. Und es gibt das stille Theater, bei dem die gleiche oder sogar stärkere Intensität in den Figuren eingesperrt ist und sich nur in einer kleinen Bewegung mit dem Arm, in der Färbung einer Silbe verrät. Bei dem sich etwa die Eheleute Yerma und Juan aus Distanz völlig reglos, sogar ohne Kälte, lange ansehen, und man nicht nur den Hass zwischen ihnen fühlt, sondern auch, dass sie diesen dem anderen nicht gestehen dürfen, nicht mal ganz sich selbst.

Weiße Westen

von Kai Bremer

Basel, 29. März 2019. Oberräuber Karl meckert in seiner ersten Szene in den "Räubern" ja erst einmal über das "Tintenkleksende Sekulum". Das wird gemeinhin als Ausdruck seines sturmdrängerischen Wesens gewertet. Aber eigentlich ist auch er nicht gerade ein Mann der Tat, sondern in erster Linie einer des Wortes. Natürlich kann man dem armen Kerl zugute halten, dass er ein arg zerrissener Charakter ist und dass in einem Schiller-Drama die Sprache Mittel Nummer eins ist, um Gefühle auszudrücken. Trotzdem kennt das Stück so manchen Satz, der bei nicht wenigen Inszenierungen mit gutem Grund gestrichen wird.

Das Böse herbeifantasieren

von Mirja Gabathuler

Basel, 11. Januar 2019. Pause. Auf der Frauentoilette des Theaters Basel wird Schlange gestanden. Kurz vor Klotür geraten zwei ältere Damen aneinander:

"Verzeihen Sie, aber Sie haben mich überholt."
"Aber ... Was bitte wollen Sie damit sagen?"
"Nichts. Nur, dass ich zuerst dran bin."
Irritierte Stille. Dann Lachen: "Tut mir leid. Ich bin ja bereits paranoid."

"Hexenjagd" heißt das Drama, das an diesem Abend offensichtlich auch in Toiletten-Querelen nachhallt. Arthur Miller hat sein bekanntes und oft aufgeführtes Stück 1953 veröffentlicht. Beschrieben werden darin die Hexenprozesse in der Kleinstadt Salem im Sommer 1692. Gemeint ist auch die Kommunistenverfolgung in der McCarthy-Ära der späten 1940er- und 1950er-Jahre, von der Miller selbst betroffen war.

Das sogenannte Menschenmögliche

von Claude Bühler

Basel, 16. November 2018. Der Schmerz als archaisches Grundmotiv, dass wir, was uns am Kostbarsten ist, nicht schützen können, habe sie beim Wiederlesen mehr getroffen als der Kriminalroman an sich, sagt Nora Schlocker im Programmheft. Uns diesen Schmerz frisch fühlbar zu machen, lässt die Regisseurin ab Einlass eine Gruppe Kinder auf der Bühne herumtollen. Wir, die wir alle wissen, dass es in Dürrenmatts Roman von 1958 um einen Kindsmord geht, lassen uns die Ohren mit Kieksern, Schreien, Gesängen füllen, sehen die schutzlosen, weißen Ärmchen und fröhlich hüpfenden Körperchen, erleben die ungestüme, ungebremste Lebensenergie.

Lass die Maske an, Maskenmann

von Valeria Heintges

Basel, 26. Oktober 2018. Wie sehr Nuran David Calis die Uraufführung seines "Othello X" im Basler Schauspielhaus ein Herzensanliegen war, war auch an seiner Nervosität zu spüren, mit der er vor der Premiere vor das Publikum trat (in späteren Vorstellungen im Video). Er selbst sei, sagt er, als Kind jüdisch-armenischer Eltern in Bielefeld aufgewachsen und Angehöriger einer Minderheit in der Minderheit gewesen; habe doch versucht, sich der türkischen Minderheit anzupassen und dabei sowohl seine Religion als auch seine Sprache verleugnet. Er habe überlebt, weil er "noch härter und noch brutaler" zuschlagen konnte als die anderen. Doch sein Leben sei ihm wie eine Maske vorgekommen, die er gezwungen war zu tragen. Das Gefühl des Nicht-dazu-Gehörens sollten die Zuschauer in dieser Inszenierung am eigenen Leib spüren. Doch seine Lösung, Othello als einzigen Weißen unter Schwarzen zu zeigen, habe nicht funktioniert, dafür sei das Basler Ensemble zu wenig diversifiziert.

Tendenz zur Entgeilisierung

von Maximilian Pahl

Basel, 14. September 2018. Einige wenige gezielte Heilsversprechen braucht Tartuffe, wenn er im dritten Akt von Molières Komödie auftaucht, um Orgons Familie gefügig zu machen. Das Charisma und die Verheißung tun ihr Übriges beim Dreh an den feinen Rädern der groben Figuren im von vornherein aufgewühlten Milieu. In der Tartuffe-Überschreibung von PeterLicht trifft "Tüffi" eine noch viel gefälligere Opfergruppe, nämlich sieben verwirrte Barockpuppen mit Diskursköpfchen, die viel reden, sehr viel meinen und ihre Welt anhand des Begriffpaares "geil" und "ungeil" einteilen.

Brokat-Vorhänge und Feinripp-Unterhosen

Von Claude Bühler

Basel, 13. September 2018. Siehe, der nackte Mensch. Steffen Höld tritt in Unterhose und mit Bauchkissen an den Bühnenrand, als ein Mensch, "keinen Namen hat er noch". Er wolle nun erzählen "das, was nicht gewesen ist", erinnern, "was nicht ist". Hinter ihm der bis auf die Mauern leere, halbdunkle Bühnenraum, in den schwere Brokatvorhänge halb herunterhängen, in dessen Seiten Rauchmaschinen bereitstehen. Schon oft wurde das Theater als Illusionsmaschine offengelegt. Hier ist es Programm.

Warum bringt Medea ihre Kinder um?

von Claude Bühler

Basel, 21. April 2018. Erst der Schattenwurf des Abseitigen erzeugt die dramatische Bühnenfigur. Wenn dazu wie bei Medea leidenschaftliche und naive Liebe, tiefe Verletztheit und eine überaus kraftvolle Persönlichkeit kommen, entsteht ein Mysterium, zu dem wir seit zweieinhalb tausend Jahren Erklärungen produzieren, die bruchstückhaft sind, Annäherungen bleiben müssen: Wir stecken, sozusagen, nicht in Medeas Haut.

Wieso zwienget er ihm?

von Cornelia Fiedler

Basel, 12. April 2018. Es sind archetypische Szenen einer autoritären Gesellschaft: brüllende, prügelnde Väter, hilflos weinende Mütter, angstgestörte Kinder, denen jeder Begriff von Freiheit ausgetrieben wurde. Olga Bachs "Kaspar Hauser und Söhne" ist angelegt als das unbarmherzige Kondensat einer deutschen Generationengeschichte, Startpunkt 1940, vorläufiges Finale 2018. Kaspar Hauser, jener berühmte verstörte junge Mann, der im Jahr 1828 in Nürnberg auftaucht und angeblich ohne jeden menschlichen Kontakt aufgewachsen war, wird hier zum Namens- und Motivgeber für eine ganze schwer beschädigte Dynastie. So setzt der Regisseur Ersan Mondtag in seiner Uraufführung des Stücks am Theater Basel denn auch auf ästhetisierte Hässlichkeit in Fatsuits und eine protoäffische Spielweise.

Das Blut an unseren Händen

von Elisabeth Maier

Basel, 18. Januar 2018. Mit bloßen Händen drischt die Tochter auf ihre Mutter ein. In ihren glänzenden Stöckelschuhen strauchelt die Konzernchefin. Schmutz befleckt ihre Designerbluse. Der adrett frisierte Haardutt löst sich. "Bist Du eine Mörderin?", will die junge, zornige Dokumentarfilmerin von der Geschäftsfrau wissen. In Dominik Buschs Stück "Das Recht des Stärkeren" liefern sich die junge Lisa Stiegler und Carina Braunschmidt ein erbittertes Duell. Blut klebt an den Händen der Unternehmerin, die Rohstoffe und Menschen in Kolumbien für ihren Profit gnadenlos ausbeutet. Ihre Macht zelebriert die Schauspielerin dennoch virtuos.

Phallus, Feldschlacht, Verehrung

von Claude Bühler

Basel, 11. Januar 2018. Wie klein doch die Menschen von oben aussehen. Ein riesiger Spiegel über der Bühne beschert uns den arroganten Götterblick der Olympier auf die Nöte der unwissenden Sterblichen, die auf einer Drehbühne schwindelerregend rotieren. Schmerzvolle Verwirrung hat Jupiter auf der Erde angerichtet. Um seine Machtfülle wieder mal irdisch auszukosten, hat er die Gestalt des thebanischen Feldherren Amphitryon angenommen und mit dessen Ehefrau Alkmene eine Liebesnacht verbracht.

So ist der Mensch

von Claude Bühler

Basel, 24. November 2017. Ein Kind ist auf die Welt gekommen, tot. Martha, die Mutter, schreit, als stiege der Schmerz aus ihrem Innersten hervor. Sanitäter führen die zitternde Frau im blutigen Hemd weg. Unbarmherzig brennt ein Scheinwerfer aus der Hinterbühne sein Licht in die Netzhäute im Auditorium: Die Sonne geht auf, also mitleidlos das Leben weiter. Aber wie denn? Die Familienleute stehen da wie Fragezeichen. Licht aus.

Verloren im Rösti-Land

von Elisabeth Maier

Basel, 3. November 2017. Eines Tages taucht der Fremde in einem schweizerischen Dorf auf. Der gelegentliche Wechsel von Rabattaktionen im Dorfladen ist alles, was die Bürger am Leben hält. Nikolaj Gogols böse Groteske "Der Revisor" aus dem 19. Jahrhundert hat den Basler Dramatiker Lukas Linder dazu inspiriert, die Motive der russischen Komödie neu zu lesen und in die Alpen zu verlegen. Aber der erfolgreiche Dramatiker, 2015 Gewinner des Heidelberger Stückemarkts und Träger des Kleist-Förderpreises, hat die Vorlage mit "Der Revisor oder: Das Sündenbuch" nicht einfach überschrieben. Er erfindet die Legende vom vermeintlichen Beamten, der einem Dorf seine Unzulänglichkeit vor Augen führt, neu. Linder zeigt Menschen, die in Fremdenhass und Isolationismus erstarren.

Was ist vorne?

von Claude Bühler

Basel, 26. Oktober 2017. Plötzlich, inmitten der Vorstellung, wird es zappenduster im Schauspielhaus. Schreie, Rufe, Verwirrung. "Prinz Leonce ist fort!", geflohen vor der geplanten Hochzeit mit Prinzessin Lena, die er nicht kennt. Schemen huschen auf der Bühne umher, stoßen an Wände. "Grenzen, überall Grenzen!" Wir wissen: Auch Lena ist weg. Auf der Flucht werden sich die Beiden kennen und lieben lernen – um bei ihrer Rückkehr doch das zu tun, was ihnen immer bestimmt schien: heiraten.

Im mitleidlosen Räderwerk

von Claude Bühler

Basel, 15. September 2017. Wer sich gerne von Theater im Spektakelformat, etwa einer "Pink Floyd, The Wall"-Show, hinreißen lässt, der dürfte bei Ulrich Rasches Inszenierung von Georg Büchners "Woyzeck" auf seine Kosten kommen. Hier wie dort: ein etwas kranker Isolierter, misshandelt von Autoritätspersonen, ausgesetzt einer übermächtigen Bühnenmaschinenwelt, wird zum Missetäter, und sein Schicksal wird unausgesetzt von einer mal schaurigen, mal anrührenden, vor allem aber vorantreibenden Klangwalze moderiert.

Die Requisiteure des Wohlstands

von Christoph Fellmann

Basel, 12. Mai 2017. "Ihr seid hässlich", sagt der Schauspieler in die Ränge hinein, "wir alle sind hässlich." Und die herausgeputzte Dame in der zweiten Reihe klatscht begeistert in die Hände: "Kaum zu ertragen, so wahr ist es!" Diese avantgardistische Theaterszene aus "Asterix und der Kupferkessel" führt direkt hinein ins Dilemma, das auch an diesem Abend am Theater Basel gespielt wird, anlässlich der Uraufführung von "Schlaraffenland", einem, so die Ankündigung, "autobiografischen Stück" von Philipp Löhle.

Jamben für die Denunziantin

von Christoph Fellmann

Basel, 23. März 2017. Der Beton, in den diese Geschichte eingelassen ist, zeigt eine Haft-, aber auch eine Pflegeanstalt. Es gibt vier kleine Zellen mit Wandtelefonen, eine Art von Rezeption und durchaus auch eine Fensterfront, die allerdings durch einen schweren, ebenfalls grauen Vorhang abgedeckt ist, der aussieht, als müsse er nicht Blicke, sondern Röntgenstrahlen abfangen. Im Grunde aber, so erfahren wir bald, befinden wir uns mit diesem Theatertext von Ewald Palmetshofer in der Anstalt der Geschichte.

Die Ehe, Gott, die Frau an sich

von Maximilian Pahl

Basel, 25. Februar 2017. Gott ist ein Spanner. Er ist türkis. Und er zerlegt mit einem Messer – frei einem vedischen Mantra folgend – den Menschen in drei Teile. So lautet es bei der hochgeschätzten Dramatikerin Anja Hilling, die sich zum zweiten mal den französischen Bühnendichter Paul Claudel vornimmt. Sein Stück "Mittagswende" aus dem Jahr 1905 basiert auf Reiseerlebnissen und verbrachte das erste Drittel des 20. Jahrhunderts in der Schublade. Nun hat es Hilling also für das Theater Basel umgeschrieben. Nicht etwa, um den Text des katholischen Diplomaten Claudel zu verweltlichen und scheinbar auch nicht, um ihn dadurch vermittelbarer zu machen.

Von den blauen Bergen kommen wir

von Claude Bühler

Basel, 23. Februar 2017. "Stefan"-Rufe, rhythmisches Klatschen, Jubelgejohle, Pfiffe: So begrüßte Basel den einstigen Schauspielspieldirektor Stefan Bachmann, der nach 14 Jahren erstmals wieder am Haus inszenierte. Hatte er damals mit frechem "Unterhosen"-Theater das Publikum gespalten, so kehrte er dieses Mal zurück, so scheint es, es wieder zu einen. Die Freunde leichtfüßig dargebrachter Pop-Bühnenkunst befriedigte er zum mindesten, aber auch Schiller-Puritaner werden bekennen müssen, dass die Kraft des Dichterworts – man muss es so sagen – das überwältigende Erlebnis der zweistündigen Aufführung bildet.